Russisch-jordanisches Projektentwicklungsabkommen

Die Rusatom Overseas JSC – eine Tochtergesellschaft des russischen Staatskonzerns Rosatom – und die Jordan Atomic Energy Commission (JAEC) haben ein Projektentwicklungsabkommen über den Bau eines Kernkraftwerks in der jordanischen Provinz Zarqa abgeschlossen.

26. Sep. 2014

Am Rande der Generalkonferenz der Internationalen Atomenergie-Organisation (IAEO) in Wien unterzeichneten Dschomart Alijew, Generaldirektor der Rusatom Overseas, und Khaled Toukan, Vorsitzender der JAEC, einen Projektentwicklungsvertrag über den Bau eines Kernkraftwerks in der Region Amra rund 60 km östlich von Zarqa City. Geplant sind zwei 1000-MW-Reaktoren des Typs WWER-1000 (AES-92).

Das Abkommen legt die Pflichten der Vertragsparteien für die erste Projektphase fest. Es beinhaltet die Auslegung des Kühlsystems, eine Machbarkeitsstudie, die Aufsicht über das Standortsevaluationsverfahren und eine Umweltverträglichkeitsstudie. Diese vier Tätigkeiten sind laut Rosatom innert 24–30 Monaten abzuschliessen. Für die Kosten kommt die jordanische Regierung auf. Die Unterzeichnung eines Bauvertrags soll in spätestens zwei Jahren erfolgen.

Die Finanzierung der geplanten zwei Einheiten übernehmen das Königreich Jordanien und private Investoren. Sergei Kirienko, Generaldirektor der Rosatom, betonte, dass sein Unternehmen nicht nur Reaktorlieferant sei, sondern sich auch als Minderheitsinvestor beteiligen könnte. Es sei ihm bewusst, dass das Kernkraftwerk in jordanischen Händen verbleiben solle.

Quelle

M.A. nach Rosatom, Medienmitteilung, 22. September 2014

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