Schnellbrüter-Forschungsreaktor Phénix kommt wieder in Betrieb

Der Schnellbrüter-Forschungsreaktor Phénix in Marcoule (Südfrankreich) kann nach dem Erhalt entsprechender Bewilligungen wieder angefahren werden.

8. Jan. 2003

Die Bewilligung wurde erteilt, nachdem die französische nukleare Aufsichtsbehörde DGSNR kürzlich eine Überprüfung des Reaktors fertiggestellt hat. Seit der Abschaltung des Phénix wurden verschiedene Modernisierungsarbeiten vorgenommen, darunter eine Verbesserung der Resistenz gegen Erdbeben. Es ist vorgesehen, den Reaktor auf zwei Dritteln seiner thermischen Leistung von 563 MW für sechs weitere Arbeitszyklen betriebsbereit zu machen. Nach den Ausführungen von André Claude-Lacoste, dem Chef der nuklearen Sicherheitsbehörde ASN, ist es aber weiterhin möglich, dass der Schnellbrüter-Reaktor ungefähr im Jahr 2008 definitiv abgeschaltet wird.
Die erneute Inbetriebnahme von Phénix steht in Übereinstimmung mit einem Gesetz vom 30. Dezember 1991 über die Forschung zur Langzeit-Bewirtschaftung der langlebigen radioaktiven Abfälle in Frankreich. Darin sind auch Transmutations-Experimente vorgesehen, wie sie am Phénix nun wieder aufgenommen werden.

Quelle

H.R. nach NucNet, 9. Januar 2003

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