01.02.2019

Unterzeichnung des strategischen Vertrags für die französische Nuklearindustrie

Die französische Nuklearindustrie hat einen strategischen Vertrag mit der Regierung und den Gewerkschaften für den Zeitraum 2019–2022 unterzeichnet, der einen Aktionsplan beinhaltet.

Der französische Umweltminister François de Rugy, der französische Wirtschaftsminister Bruno Le Maire und der Vorsitzende des strategischen Ausschusses für die Nuklearindustrie (CSFN) Dominique Minière unterzeichneten am 28. Januar 2019 einen strategischen Vertrag für die Nuklearindustrie.

«Der französische Sektor der zivilen Nuklearindustrie ist ein integrierter Sektor, dessen Aktivitäten – mit Unterstützung durch Forschung und Entwicklung – auf den Brennstoffkreislauf, den Betrieb und die Stilllegung von Kernkraftwerken sowie die Entsorgung radioaktiver Abfälle ausgerichtet ist», erklärten die Ministerien in einer gemeinsamen Erklärung.

Die französische Nuklearindustrie vertritt rund 2600 Unternehmen, 85% davon sind kleine und mittlere Unternehmen. Der Industriesektor ist zu über 50% auf den Export ausgerichtet.

Der strategische Vertrag umfasst eine Reihe gegenseitiger Verpflichtungen, welche die Nuklearindustrie dabei unterstützen sollen, eine begrenzte Anzahl anspruchsvoller Projekte erfolgreich zu realisieren. Die Verpflichtungen konzentrieren sich auf vier Bereiche:

  • Arbeitsplätze, Kompetenzen und Ausbildung
  • Digitale Transformation der Industrie
  • Forschung und Entwicklung und «ökologische Transformation» des Sektors
  • Internationaler Markt 

Minière erklärte anlässlich der Unterzeichnung: «Die Unterzeichnung des strategischen Vertrags der französischen Nuklearindustrie ist ein grundlegender Schritt für die Zukunft des dritten Industriesektors des Landes und sichert mehr als 200ʼ000 Arbeitsplätze in Frankreich.» Die französischen Verbraucher könnten von einem zu 94% CO2-freien Strom profitieren.

Signature du contrat stratégique.
Quelle: Ministre de la Transition écologique et solidaire
Quelle: 
M.A. nach Ministerium für den ökologischen und solidarischen Übergang, Medienmitteilung und Pressemappe, 28. Januar 2019