Fukushima zehn Jahre danach

Der Reaktorunfall in Fukushima-Daiichi am 11. März 2011 fand im Kontext einer extremen Naturkatastrophe statt, bei der nach einem schweren Erdbeben mehrere Tsunamis weite Küstengebiete verwüsteten. Die Flutwellen forderten nicht nur gegen 20'000 Menschenleben, sondern zerstörten rund 130'000 Häuser und beschädigten über eine halbe Million weiterer Gebäude schwer. Aus den überschwemmten Siedlungsgebieten und Industrieanlagen gelangten riesige Mengen umweltbelastender Chemikalien ins Wasser und in den Boden. Hunderte von Quadratkilometern an fruchtbarem Agrarland wurden durch das salzhaltige Meerwasser langfristig geschädigt. Insgesamt wurde die Region um Fukushima von einer Mehrfachkatastrophe getroffen.
Sowohl der Wiederaufbau der vom Erdbeben und Tsunami verursachten Schäden wie auch die Aufarbeitung des Reaktorunfalls dauern an, sind aber weit fortgeschritten.
Vor diesem Hintergrund beantworten wir zehn Jahre nach dem Reaktorunfall von Fukushima die Fragen nach der Entwicklung und dem Stand der Sicherheitsvorsorge der Schweizer Kernkraftwerke, ordnen die Rolle der Kernenergie für Versorgungssicherheit und Klimaschutz ein und geben einen Überblick über die aktuelle Situation in Japan.