07.05.14

Die Schweiz ist Weltmeister in nachhaltiger Energieversorgung

Die Schweizer Energieversorgung ist laut Weltenergierat die nachhaltigste der Welt. Das liegt unter anderem an unserem sehr treibhausgasarmen Strommix. Eine massive finanzielle Förderung der neuen Erneuerbaren garantiert derweil keinen Nutzen für Umwelt und Klima.

Die Schweizerische Energiestiftung beschwert sich in ihrer heutigen Medienmitteilung, dass in der Schweiz zu wenig Strom aus Sonnen- und Windenergie produziert werde. Dabei ist die Schweiz schon heute Weltmeister in der nachhaltigen Energieversorgung. Sie lag 2013 im «Energy Sustainability Index» des Weltenergierates (World Energy Council, WEC) auf dem ersten Platz. Unser nahezu CO2-freier Strommix trägt entscheidend dazu bei. Der in der Schweiz produzierte Strom stammt zu knapp 40% aus Kernenergie und zu rund 55% aus Wasserkraft. Der restliche Strom kommt grösstenteils aus Kehrichtverbrennungsanlagen und neuen erneuerbaren Energien. Damit setzt die Schweiz auf die saubersten Technologien zur Stromerzeugung. Dies belegen Berechnungen des Paul Scherrer Instituts (PSI) zu den Treibhausgasemissionen verschiedener Energieträger über ihren gesamten Lebenszyklus – also von der Rohstoffgewinnung bis zur Entsorgung (siehe Grafik: Treibhausgasemissionen verschiedener Energieträger gemäss Paul Scherrer Institut).

Gerade das Beispiel Deutschland zeigt, dass eine massive finanzielle Förderung der neuen Erneuerbaren vor allem die Kosten in die Höhe treibt, ohne Umwelt und Klima wirklich zu nützen. Die Förderung hat nördlich des Rheins zwar dazu geführt, dass die Erneuerbaren inklusive Wasserkraft knapp einen Viertel zur Stromversorgung beitragen. Gleichzeitig wurden und werden aber in Deutschland auch neue Kohlekraftwerke für die Produktion von Grundlaststrom gebaut, da der Strom aus Sonne und Wind nur bei günstiger Witterung anfällt und schlecht planbar ist. Dementsprechend sind die CO2-Emissionen der Stromproduktion trotz der enormen Zusatzkosten in den letzten Jahren nicht etwa gesunken, sondern gestiegen.

Die Kombination von erneuerbarer Wasserkraft und Kernenergie bildet seit Jahrzehnten das Rückgrat unserer Stromproduktion – bedarfsgerecht und klimafreundlich. Die Schweiz fährt mit diesem Mix sehr gut. Strom aus Wind und Sonne kann die Kernenergie nicht ersetzen. 

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