03.05.2018

Strahlenquellen: Sammelaktion mit Unterstützung der IAEO in Südamerika durchgeführt

Die Internationale Atomenergie-Organisation (IAEO) hat fünf südamerikanische Länder dabei unterstützt, ausgediente Strahlenquellen zu sammeln und zum Recycling ins Ausland zu bringen. Es war dies die bisher umfangreichste Aktion der IAEO in diesem Bereich.

Beim eingesammelten Material handelte es sich um geschlossene Kobalt-60- und Cäsium-137-Quellen, die hauptsächlich in der Medizin zur Krebsbehandlung oder zur Sterilisation von Instrumenten eingesetzt worden waren. Die insgesamt 27 hochaktiven Quellen stammten aus Bolivien, Ecuador, Paraguay, Peru und Uruguay. Diese Länder hatten die IAEO um Unterstützung bei der Sammelaktion gebeten. Die ausgedienten Quellen wurden zur Weiterverarbeitung nach Deutschland und in die USA gebracht, so die IAEO. Finanziert hat das Projekt Kanada, welches einige der Quellen hergestellt hatte.

Die Sammelaktion nahm rund fünf Monate in Anspruch. Ende März 2018 wurden nach Angaben der IAEO die letzten Quellen nach Deutschland und in die USA gebracht.

Die IAEO unterstützte in den vergangenen Jahren Länder wie Bosnien und Herzegowina, Costa Rica, Honduras, Kamerun, Libanon, Marokko, Tunesien und Usbekistan bei der Beseitigung ausgedienter Strahlenquellen. Die nun durchgeführte Aktion war gemessen an der Anzahl gesammelter Quellen sowie der Anzahl beteiligter Länder das bisher grösste Projekt der IAEO dieser Art.

Einer der Behälter mit ausgedienten Strahlenquellen aus Paraguay, die zum Recycling ins Ausland gebracht wurden.
Quelle: National Radiological and Nuclear Control Agency of Paraguay
Quelle: 
M.B. nach IAEO, Medienmitteilung, 30. April 2018