16.11.12

Vorzeitiges Abschalten der Schweizer Kernkraftwerke nicht gerechtfertigt

Die Sicherheitsstandards der Schweizer Kernkraftwerke gehören zu den höchsten der Welt. Ein politisch motiviertes vorzeitiges Abschalten ist sicherheitstechnisch nicht zu rechtfertigen. Die heute eingereichte «Atomausstiegsinitiative» gefährdet unsere Stromversorgung unnötig.

Die Schweizer Kernkraftwerke können laut geltendem Gesetz solange Strom produzieren, wie ihre Sicherheit gewährleistet ist. Es gibt keinen Grund, daran etwas zu ändern. Die Schweizer Kernkraftwerke sind sicher. Ihre Sicherheit wurde seit dem Bau sogar noch deutlich erhöht. Sicherheit ist kein Zustand, sondern ein Prozess. Die Schweizer Kernkraftwerke werden laufend auf dem aktuellen Stand der Technik gehalten und internationale Erfahrungen fliessen in die Anlagen ein. Dank dieser umsichtigen Sicherheitskultur erfüllen die Schweizer Kernkraftwerke die immer wieder erhöhten Sicherheitsanforderungen. In vielen Bereichen übertreffen sie die internationalen Standards. Das haben die Überprüfungen im Nachgang zum Reaktorunfall in Fukushima erneut belegt.

Stabile Rahmenbedingungen für Sicherheit bis zum letzten Tag

Für Änderungen der aktuellen Gesetzgebung, wie sie die Volksinitiative «Für den geordneten Ausstieg aus der Atomenergie (Atomausstiegsinitiative)» fordert, gibt es aus sicherheitstechnischer Sicht keinen Grund. Für die Betreiber der Kernkraftwerke sind der Schutz und die Sicherheit von Mensch und Umwelt oberstes Gebot. Die heutigen Rahmenbedingungen ermöglichen den Betreibern eine umsichtige und vorausschauende Investitions- und Nachrüstungsplanung – immer im Dienst der Sicherheit. Wenn sich anstehende Nachrüstungen wirtschaftlich nicht mehr lohnen, können sie rechtzeitig und vorausschauend die geordnete Stilllegung in Angriff nehmen. Ein Kurswechsel bei diesen Rahmenbedingungen bringt nicht mehr Sicherheit. Auch der Bundesrat anerkennt den Leistungsausweis der Schweizer Kernkraftwerke und lehnt ein politisch motiviertes Abschalten ab.

Verzicht auf Kernenergie erschwert Stromversorgung

Die Kernkraftwerke leisten seit Ende der 1960er-Jahre einen erheblichen Beitrag zur Stromversorgung der Schweiz. Sie liefern zuverlässig, umweltschonend und sicher rund 40% unseres Stroms. Mit ihrem Strommix aus Kernenergie und erneuerbaren Energien ist die Schweiz bis heute sehr gut gefahren. Das Nuklearforum ist von den Stärken der Kernenergie überzeugt und hält einen Verzicht für den falschen Weg. Bereits der Ausstieg im Sinne der «Energiestrategie 2050» stellt die Stromversorgung vor immense Herausforderungen. Ein politisch motivierter vorzeitiger Verzicht auf die Kernenergie gefährdet unsere Versorgungssicherheit noch stärker.

Kontakt: 

Matthias Rey
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