Polen: Regierung möchte bis 2022 ersten KKW-Block in Betrieb nehmen

Am 4. Januar 2005 hat der polnische Ministerrat das Strategiedokument «Energiepolitik bis 2025» verabschiedet und damit u.a. den politischen Willen der Regierung bekundet, in Polen bis 2022 einen ersten Kernkraftwerks-Block in Betrieb zu nehmen.

25 janv. 2005

Dazu soll unmittelbar eine öffentliche Debatte lanciert werden.
Technische Einzelheiten zu der Anzahl oder dem Typ geplanter Blöcke liegen keine vor. Wörtlich steht in dem Dokument: «Angesichts der notwendigen Diversifikation von Primärenergiequellen und der Notwendigkeit, Treibhausgasemissionen zu reduzieren, rechtfertigt sich der Einbezug der Kernenergie in das nationale Energiesystem. Unter Berücksichtigung der Länge des Investitionszyklus muss die öffentliche Debatte zu diesem Thema sofort beginnen.»
Die Minister sind sich einig, dass es aus sozialen und technischen Gründen unmöglich wäre, ein Kernkraftwerk vor dem Jahr 2021 in Betrieb zu nehmen, sogar wenn heute der Entscheid getroffen würde, mit den Vorbereitungen für eine solche Investition zu beginnen.
Im Strategiedokument wird geschätzt, dass zehn Jahre nötig sein werden, um in Polen solche Investitionen zu ermöglichen. Das Land habe auf diesem Gebiet in den letzten Jahren praktisch keine Erfahrungen sammeln können.
Gemäss dem Dokument zeigen volkswirtschaftliche Prognosen das Bedürfnis nach nuklearer Erzeugungskapazität in den Jahren nach 2020 auf. Polen hatte in den 1980er-Jah-ren ein KKW in Zarnowiec im Bau (4 Blöcke vom Typ WWER-440, Modell V213). Das teilweise fertiggestellte Projekt wurde im September 1990 vom polnischen Ministerrat offiziell eingestellt. Gründe dafür waren Bauprobleme, Geldmangel und Akzeptanzprobleme (Bulletin 21/1987).

Source

H.K. nach NucNet, 26. Januar 2005

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