08.07.2013

Fennovoima führt Gespräche mit Rosatom fort

Die finnische Fennovoima Oy hat mit der JSC Rusatom Overseas – einer Tochtergesellschaft des russischen Staatskonzerns Rosatom – eine Projektentwicklungs-Vereinbarung unterzeichnet, die zu einem Liefervertrag für die geplante Kernkraftwerkseinheit am Standort Hanhikivi führen könnte.

Die Fennovoima erklärte am 3. Juli 2013, die Vereinbarung mit der Rosatom Overseas lege gemeinsame Ziele für die Durchführung von Verhandlungen fest. Diese sollen noch vor Ende Jahr zu einem Lieferauftrag für Rosatoms 1200-MW-Druckwasserreaktor AES-2006 führen. Laut Fennovoima steht der 1200-MW-Reaktor in Einklang mit den Bedürfnissen ihrer Eigentümer. Das Projektabwicklungsmodell und die Offerte der Rusatom Overseas seien für das Hanhikivi-Projekt geeignet.

Der AES-2006 ist die jüngste Weiterführung der WWER-Auslegung. Er erfüllt gemäss Fennovoima die Anforderungen der Internationalen Atomenergie-Organisation und der EU und soll an die finnischen Sicherheitsnormen angepasst werden. Am Standort Loviisa stehen bereits zwei WWER-440-Einheiten erfolgreich in Betrieb, betonte die Fennovoima.

Nach Abschluss eines ersten Bieterverfahrens nahm die Fennovoima im Februar 2013 zunächst direkte Gespräche mit der japanischen Toshiba Corporation auf, die in ihrem Angebot den 1600-MW-Siedewasserreaktor EU-ABWR vorgeschlagen hatte. Die Gespräche mit der Rusatom Overseas begann das Unternehmen im April 2013. Sie konzentriere sich nun aber ausschliesslich auf die Verhandlungen mit der Rusatom Overseas, so die Fennovoima. Die Rusatom Overseas stehe zudem in Verhandlungen mit der Fennovoima, um 34% des Unternehmens zu erwerben.

Die Fennovoima ist im Besitz von 60 Unternehmen aus Industrie, Handel und Energie aus ganz Finnland. Bevor ein Liefervertrag unterzeichnet werden kann, entscheiden alle Fennovoima-Eigentümer über die Weiterführung ihrer jeweiligen Beteiligung am Neubauprojekt.

Die Hanhikivi-Halbinsel am Bottnischen Meerbusen befindet sich im Norden der Gemeinde Pyhäjoki rund 7 km vom Zentrum der Stadt Pyhäjoki entfernt.
Quelle: Fennovoima
Quelle: 
M.A. nach Fennovoima, Medienmitteilung, 3. Juli 2013