06.02.2020

Finnische Behörde bereitet SMR-Zulassung vor

Die finnische Radiation and Nuclear Safety Authority (Stuk) bereitet sich auf die Zulassung neuer Kraftwerkstypen vor, da «nationales und internationales Interesse» an kleinen, modularen Reaktoren (SMR) besteht.

Die Strahlenschutzbehörde Stuk hat einen Bericht über die Voraussetzungen für den sicheren Betrieb von SMR auf Finnisch veröffentlicht. Im Bericht werden spezielle Fragen im Zusammenhang mit der Sicherheitsbewertung und Zulassung der neuen Kernkraftwerkstypen erörtert.
 
Eine vom Ministry of Economic Affairs and Employment (MEAE) eingesetzte Arbeitsgruppe untersucht gegenwärtig die Notwendigkeit, die Kernenergiegesetzgebung des Landes weiterzuentwickeln. Eines der behandelten Themen ist das derzeit gültige Zulassungsverfahren für kerntechnische Anlagen und die Frage, wie es hinsichtlich der Zulassung von SMR und deren betriebliche Sicherheit angepasst werden kann.

«Weltweit werden erhebliche Beiträge in die Entwicklung von SMR investiert, und die interessierten Parteien sind nicht nur traditionelle Kernkraftunternehmen. Viele neue Organisationen, wie Städte, Gemeinden und die Fernwärmeindustrie, haben auch Interesse bekundet, SMR zur Erzeugung von Wärme und Energie zu nutzen», erklärte die Stuk.

Die Änderung des bestehenden Zulassungsverfahrens und der die Gesetzgebung ergänzenden Anweisungen erfordere Zeit. «Darüber hinaus ist der Aufbau des erforderlichen Fachwissens nicht im Handumdrehen erledigt», gab die Stuk zu bedenken. Sie betonte, es gebe keine konkreten Pläne für den Bau eines SMR in Finnland, aber die Stuk wolle sich auf die Zukunft vorbereiten. «Wir müssen die Parteien, welche die Nutzung der Kernenergie in Betracht ziehen, über die Sicherheitsanforderungen informieren können, die für neuartige Kernkraftwerke gelten, und wir müssen in der Lage sein, die Sicherheit der Anlagen nach Bedarf zu prüfen», sagte Stuk-Generaldirektor Petteri Tiippana.

Quelle: 
M.A. nach Stuk, Medienmitteilung, 30. Januar 2020