23.06.2021

Fusionsdemonstrationsanlage in Grossbritannien

Die UK Atomic Energy Authority (UKAEA) und das Start-up-Unternehmen General Fusion haben vereinbart, dass das kanadische Unternehmen seine Fusion Demonstration Plant (FDP) auf dem Culham-Campus der UKAEA bauen und betreiben wird. 

Die General Fusion, die unter anderem vom Amazon-Gründer Jeff Bezos unterstützt wird, wird ihre FDP in Culham in Oxfordshire bauen und betreiben, wo sich bereits ein Fusionsforschungsprogramm der UKAEA befindet. Die FDP wird keine Energie erzeugen, sondern soll die Praxistauglichkeit der Reaktorauslegung unter Beweis stellen. Der Baubeginn ist für 2022 geplant, der Betrieb etwa drei Jahre später.

Die General Fusion wird mit der UKAEA einen langfristigen Mietvertrag eingehen, sobald in Culham eine neue Einrichtung gebaut ist, wo die FDP untergebracht werden kann, so das Unternehmen.

Die Fusionsdemonstrationsanlage in Culham sei der Höhepunkt von mehr als einem Jahrzehnt Fortschritte in der Technologie der General Fusion und stelle einen wichtigen Meilenstein auf dem Weg des Unternehmens zur Kommerzialisierung der Technologie dar, schreibt das Unternehmen. Die Fusionsdemonstrationsanlage werde aufzeigen, dass der Magnetized Target Fusion (MTF) genannte Ansatz der General Fusion auf praktische und kosteneffektive Weise Fusionsbedingungen in kraftwerksrelevanten Massstäben schaffen sowie die Wirtschaftlichkeit der Fusionsenergieerzeugung verbessern könne. Dies führe dann zur Entwicklung einer kommerziellen Fusionsanlage.

Amanda Solloway, britische Wissenschaftsministerin, sagte: «Die neue Anlage der General Fusion ist ein enormer Schub für unsere Pläne zur Entwicklung einer Fusionsindustrie in Grossbritannien, und ich bin begeistert, dass Culham die Heimat eines so hochmodernen und potenziell transformativen Projekts ist. Fusionsenergie hat ein grosses Potenzial als Quelle grenzenloser, kohlenstoffarmer Energie, und die heutige Bekanntgabe ist ein klarer Vertrauensbeweis in die Region und den Status Grossbritanniens als globale Wissenschaftssupermacht.»

So könnte der Fusionsreaktor der General Fusion aussehen
Quelle: General Fusion
Quelle: 
M.A. nach General Fusion, Medienmitteilung, 16. Juni 2021