24.06.2021

Grundsteinlegung für chinesisches Untergrundlabor

Am 17. Juni 2021 hat der Bau des Beishan Underground Research Laboratory in der Nähe von Jiuquan City in der chinesischen Provinz Gansu begonnen. Mit dem Labor, das in Granit bis zu 560 Meter unter der Erdoberfläche in der Wüste Gobi errichtet wird, soll die Eignung des Areals für die Endlagerung der hochaktiven Abfälle ermittelt werden.

Das Bauprojekt des Beishan Underground Laboratory in China ist eines der 100 Schlüsselprojekte des nationalen 13. Fünfjahresplans für die Periode 2016–2020. Die China Atomic Energy Authority (CAEA) genehmigte das Projekt 2019. Für die Bauausführung ist das Beijing Institute of Geology of the Nuclear Industry zuständig. Die Grundsteinlegung wurde am 17. Juni 2021 unter Beisein von Vertretern der CAEA, des Umweltministeriums, der Proinz Gansu, der Jiuquan City, der Subei County, der China National Nuclear Corporation (CNNC), der China Uranium Company Ltd. und des Beijing Institute of Geology of the Nuclear Industry gefeiert.

«Das wird das weltweit grösste unterirdische Labor mit den umfassendsten Funktionalitäten und der breitesten Beteiligung werden», erklärte die CAEA. Das Labor werde eine wichtige Forschungsplattform für den Bau eines geologischen Tiefenlagers für hochaktive Abfälle bieten, den Prozess der sicheren Entsorgung hochaktiver Abfälle beschleunigen und eine gesunde und nachhaltige Entwicklung der Nuklearindustrie gewährleisten, ist sich die CAEA sicher.

Das unterirdische Labor in Beishan besteht aus einer spiralförmigen Rampe, drei vertikalen Schächten und einem horizontalen Entsorgungsstollen.
Quelle: CAEA
Quelle: 
M.A. nach CNEA, Medienmitteilung, 18. Juni 2021