19.08.2019

IAEO: Peer Review für Forschungsreaktor in Nigeria

Die Internationale Atomenergie-Organisation (IAEO) hat für den Nigeria Research Reactor-1 (NIRR-1) eine Integrated Nuclear Safety Assessment of Research Reactors (INSARR) Mission durchgeführt. Der Reaktor wurde 2018 für den Betrieb mit schwachangereichertem Uran umgebaut.

Ein Expertenteam der IAEO hat am 9. August 2019 eine fünftägige INSARR-Mission in Nigeria abgeschlossen. Die Experten teilten nach Abschluss der Mission mit, dass die Betreiberin des Forschungsreaktors NIRR-1 ein starkes Engagement zur weiteren Verbesserung der Sicherheit der Anlage gezeigt. INSARR-Teamleiter David F. Sears fügte jedoch hinzu: «Es bedarf weiterer Verbesserungen, speziell in den Bereichen Organisation, Sicherheitsdokumentation und Betriebssicherheit.»

Der Forschungsreaktor NIRR-1 wurde 2004 erstmals in Betrieb genommen. Der Reaktor wird vom Center for Energy Research and Training (Cert) an der Ahmadu Bello Universität in der Stadt Zaria betrieben und wird zu Forschungs- und Ausbildungszwecken verwendet. Die Anlage wurde 2018 auf Geheiss der Nigeria Atomic Energy Commission (NAEC) für die Verwendung von schwachangereichertem Uran umgebaut. Als Brennstoff diente bis dahin hochangereichertes Uran. Das Land bei diesem Projekt unterstützt haben China, Norwegen, Grossbritannien, die USA und die IAEO.

Simon P. Mallam, Vorsitzender der NAEC, lobte die Unterstützung der IAEO bei der Rückkehr in den Normalbetrieb des Forschungsreaktors nach dem Umbau und teilte weiter mit: «Wir werden uns für die Umsetzung der Empfehlungen einsetzten. Der sichere Weiterbetrieb des Reaktors hilft uns beim geplanten Projekt eines stärkeren 10-MW-Forschungsreaktors sowie bei der Ausbildung von Fachleuten.»

Nigeria hat vor einigen Jahren entschieden, in die friedliche Nutzung der Kernenergie einzusteigen, um dem wachsenden Strombedarf decken und die wirtschaftliche Entwicklung vorantreiben zu können. Das Land ist nach Angaben der IAEO schon seit mehreren Jahren mit dem Aufbau einer nuklearen Infrastruktur beschäftigt. Es hat vor diesem Hintergrund Kooperationsabkommen mit Russland abgeschlossen.

Quelle: 
M.B. nach IAEO, Medienmitteilung, 9. August 2019

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