19.10.2018

IAEO überprüft Weissrusslands Notfallvorsorge und Gefahrenbewältigung

Ein Expertenteam der Internationalen Atomenergie-Organisation (IAEO) hat in einer zehntägigen Mission Weissrusslands Vorkehrungen zur Vorsorge und Bewältigung von nuklearen und radiologischen Ereignissen überprüft. Die Überprüfung ergab eine solide Grundlage, verschiedene als Stärken hervorgehoben Punkte sowie auch Raum für Verbesserungen in einzelnen Bereichen.

Am 17. Oktober 2018 hat ein achtköpfiges Team der Internationalen Atomenergie-Organisation (IAEO) eine sogenannte Emergency Preparedness Review (EPREV) in Weissrussland abgeschlossen. Die Überprüfung fand auf Antrag der weissrussischen Regierung statt. Das Land baut derzeit sein erstes Kernkraftwerk mit zwei Reaktoren russischer Bauart, das im Rahmen der Mission ebenfalls besucht wurde.

Das Team mit Experten aus Finnland, den Niederlanden, Pakistan, der Slowakei, der USA sowie der IAEO stand unter der Leitung von Marina Nizamska, der ehemaligen Leiterin der Abteilung Notfallvorsorge und Gefahrenbewältigung der bulgarischen Nuklearaufsichtsbehörde. Nizamska hielt fest: «Das Team hat festgestellt, dass Weissrussland bei der Notfallvorsorge und Gefahrenbewältigung solide Vorkehrungen getroffen hat. Wir haben aber auch Bereiche gefunden, in denen es Raum für Verbesserung gibt. Die Erkenntnisse der Mission werden Weissrussland helfen, seine robuste Struktur auf der Linie der neusten Sicherheitsstandards der IAEO weiter zu stärken.»

Der stellvertretende Direktor und Leiter der Abteilung Nukleare Sicherheit und Sicherung der IAEO, Juan Carlos Lentijo, sagte anlässlich der Mission, dass Weissrussland mit der Einladung sein Engagement zur kontinuierlichen Verbesserung der Vorsorge und Bewältigung von nuklearen und radiologischen Ereignissen unter Beweis gestellt hat. Die Regierung Weissrusslands plant gemäss IAEO, einen Massnahmenplan zur Umsetzung der Erkenntnisse zu entwickeln, und zieht eine EPREV-Folgemission in Betracht.

Quelle: 
M.R. nach IAEO, 17. Oktober 2018