31.08.2015

IAEO und Kasachstan unterzeichnen LEU-Brennstoffbank-Abkommen

Die Internationale Atomenergie-Organisation (IAEO) und Kasachstan haben das Gastgeberstaat-Abkommen zur Schaffung einer multilateralen Brennstoffbank für schwach angereichertes Uran (LEU) unterzeichnet.

Am 27. August 2015 unterzeichneten Yukiya Amano, IAEO-Generaldirektor, und Erlan Idrissow, kasachischer Aussenminister, die Gastgeberstaat-Vereinbarung zur Errichtung der seit langem geplanten LEU-Brennstoffbank. Zum rechtlichen Rahmen gehören zudem ein technisches Abkommen, das Amano und Energieminister Wladimir Schkolnik unterzeichneten, sowie ein Vertrag zwischen der IAEO und der Ulba Metallurgical Plant JSC, wo die Brennstoffbank angesiedelt wird.

Ziel der Brennstoffbank ist es, IAEO-Mitgliedsländern nötigenfalls auszuhelfen, falls deren Belieferung mit angereichertem Uran ins Stocken gerät. Die Bank soll den kommerziellen LEU-Markt demnach nicht beeinträchtigen und das Recht der einzelnen IAEO-Mitgliedstaaten nicht beschneiden, eigene Einrichtungen für die Sicherstellung ihres Brennstoffkreislaufs zu unterhalten. Mitgliedsländer, die LEU aus der IAEO-Bank beziehen wollen, müssen die Safeguard-Bestimmungen einhalten.

Im Juni 2015 schlossen Russland und die IAEO ein Abkommen ab, das den Transport von LEU und Ausrüstungen über russisches Territorium zur geplanten LEU-Brennstoffbank in Kasachstan und zurück erlaubt. Zuvor hatte der IAEO-Gouverneursrat den Aufbau der Bank in Kasachstan genehmigt, nachdem die IAEO Zusagen zur unabhängigen Finanzierung erhalten hatte.

Der kasachische Aussenminister Erlan Idrissow (links) und IAEO-Generaldirektor Yukiya Amano (Mitte) besiegeln die Schaffung einer LEU-Brennstoffbank in Ust-Kamenogorsk (Öskemen) im Osten Kasachstans.
Quelle: Kasachische Regierung
Quelle: 
M.A. nach IAEO, Medienmitteilung, 25. August 2015