20.09.2021

Japan: Behörde stimmt Wiederinbetriebnahme von Shimane-2 zu

Die japanische Nuclear Regulatory Authority (NRA) hat der Wiederinbetriebnahme von Shimane-2 der Chugoku Electric Power Company zugestimmt. Bevor die Siedewasserreaktoreinheit die Stromproduktion wiederaufnehmen kann, muss ihre Betreiberin die Zustimmung der lokalen Behörden erhalten.

Shimane-2 ist die fünfte Siedewasserreaktoreinheit und die siebzehnte Einheit, welche die verschärften Sicherheitsanforderungen erfüllt, die 2013 nach dem Reaktorunfall in Fukushima-Daiichi eingeführt wurden. Alle 48 kommerziell genutzten Kernkraftwerkseinheiten in Japan mussten damals abgeschaltet werden, bis sie nachweisen konnten, dass sie die strengeren Anforderungen erfüllen. Zehn davon sind heute wieder in Betrieb und 21 wurden inzwischen stillgelegt.

Die Chugoku errichtete einen 15 m hohen Seedamm, um Shimane vor Tsunamis zu schützen, und traf Vorbereitungen für einen möglichen Ausbruch des Vulkans Sanbe. Die seismische Verstärkung von Shimane-2 und andere Arbeiten sollen bis Ende März 2022 abgeschlossen sein. Die Chugoku rechnet mit Investitionen in Höhe von insgesamt JPY 600 Mrd. (CHF 5,1 Mrd.) für Sicherheitsmassnahmen am Kernkraftwerk Shimane.

Am 23. Juni 2021 genehmigte die NRA den Berichtsentwurf, der festhielt, dass Shimane-2 die verschärften Sicherheitsanforderungen erfülle. Nach einer anschliessenden öffentlichen Vernehmlassung und anderen Verfahren gab die NRA die Wiederaufnahme des Betriebs frei. Allerdings muss die Chugoku noch die Genehmigung der Stadt Matsue und der Präfektur Shimane einholen, bevor Shimane-2 wieder ans Netz genommen werden kann.

Shimane-2 (links) erfüllt laut NRA alle Sicherheitsrichtlinien für einen Neustart. Die lokalen Behörden müssen jedoch noch zustimmen.
Quelle: Wikimedia
Quelle: 
M.A. nach WNN, 15. September 2021