26.01.2017

Japan: Monju wird stillgelegt

Die japanische Regierung hat beschlossen, den Schnellen Pilotreaktor Monju in Tsuruga in der Präfektur Fukui nicht wieder in Betrieb zu nehmen, sondern stillzulegen. 

Wenige Monate nach der Erstinbetriebnahme verfügten die Behörden Ende 1995 die Abschaltung des Monju (246 MW), nachdem wegen eines Lecks in einem nicht radioaktiven Sekundärkreislauf flüssiges Natrium ausgetreten war. Danach verhinderten weitere Störfälle die Wiederinbetriebnahme.

Die japanische Regierung beschloss am 21. Dezember 2016, den Monju endgültig stillzulegen. Die Kosten bezifferte die Regierung mit JPY 375 Mrd. (CHF 3,3 Mrd.) über 30 Jahre. Darin eingeschlossen sind JPY 225 Mrd. für Nachbetrieb, JPY 135 Mrd. für Rückbau und JPY 15 Mrd. für Brennstoffentladung und Stilllegung. Laut Stilllegungsplan wird der ausgediente Brennstoff bis 2022 entfernt und der Reaktor bis 2047 rückgebaut sein.

Quelle: 
M.A. nach Jaif, Atoms in Japan, 19. und 22. Dezember 2016

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