21.06.2013

Kanada: grünes Licht für Uranmine Cigar Lake

Die Canadian Nuclear Safety Commission (CNSC) hat am 13. Juni 2013 den Betrieb der Uranmine Cigar Lake im Norden der kanadischen Provinz Saskatchewan genehmigt. Die Bewilligung ist vom 1. Juli 2013–30. Juni 2021 gültig.

Die Bewilligung der CNSC umfasst die letzten Phasen des Inbetriebnahmeverfahrens sowie die Betriebsfreigabe der Uranmine Cigar Lake. Dieses Uranvorkommen war 1981 entdeckt worden und ist zurzeit die weltweit zweitgrösste Lagerstätte mit Uran hoher Konzentration. Die Uranoxidkonzentration beträgt durchschnittlich 18,3%. Eine Umweltverträglichkeitsprüfung der Mine erfolgte in den 1990er-Jahren. Die CNSC erteilte darauf abgestützt im Dezember 2004 die Baubewilligung. Der Bau der Mine begann 2005.

Ursprünglich wollte die Cameco den Betrieb der Anlage anfangs 2008 aufnehmen und innert drei Jahren die volle Produktionskapazität von jährlich 18 Mio. Pfund U3O8 (rund 7000 t Uran) erreichen. Die Uranmine – die damals zu 60% fertiggestellt war – wurde jedoch am 22. Oktober 2006 nach einem Felssturz überflutet. Die Trockenlegung sowie Wiederherstellungsarbeiten in der überfluteten Mine dauerten länger als zunächst erwartet, weil es 2008 zu einem zweiten Wassereinbruch kam. Die Cameco betreibt die Mine als Joint Ventura der Cameco Corporation (50%), der Areva Resources Canada Inc. (37%), der Idemitsu Uranium Exploration Canada Ltd. (8%) und der Tepco Resources Inc. (5%).

Eines der grössten bekannten Uranvorkommen der Welt befindet sich im kanadischen Athabasca-Becken am Cigar Lake in einem Erzkörper in rund 450 m Tiefe. Die Betreiberin Cameco will mit dem Untertagebau noch 2013 beginnen.
Quelle: Cameco
Quelle: 
D.S. nach CNSC, Medienmitteilung, 13. Juni 2013