29.10.2012

Osart-Mission bestätigt betriebliche Sicherheit von Mühleberg

Zwischen dem 8. und 25. Oktober 2012 haben Experten eines Operational Safety Review Teams (Osart) der Internationalen Atomenergie-Organisation (IAEO) das Kernkraftwerk Mühleberg der BKW FMB Energie AG (BKW) besucht. Ziel der Mission war es, die betriebliche Sicherheit von Mühleberg zu überprüfen, um allfälliges Verbesserungspotenzial und bereits implementierte Good Practices aufzuzeigen, die als international beispielhafte Lösungen von Betriebsprozessen gelten. Die Osart-Mission bestätigte in ihrer Bewertung die betriebliche Sicherheit des Kernkraftwerks und gab verschiedene wertvolle Hinweise.

Das Osart-Team der IAEO beurteilte die wesentlichen Aspekte der betrieblichen Sicherheit von Mühleberg. Es gab dem Kraftwerk 21 Empfehlungen und Vorschläge ab, wie es die betriebliche Sicherheit weiter erhöhen könne. Diese Empfehlungen und Vorschläge betreffen laut BKW die Bereiche Management, Organisation, Administration und Ausbildung, Instandhaltung, Betrieb, Langzeitbetrieb, technischer Support, Chemie und Strahlenschutz sowie Notfallplanung. Die BKW prüfe diese Empfehlungen und werde geeignete Massnahmen ableiten. Ihre Umsetzung werde die IAEO in einer Osart-Folgemission in rund 18 Monaten bewerten. Das Osart-Team identifizierte zudem in verschiedenen Bereichen zehn Good Practices, die international neue Standards setzen werden.

Die Osart-Mission setzte sich aus 15 Experten aus Belgien, Deutschland, Finnland, Grossbritannien, Schweden, der Slowakei, der Tschechischen Republik, Ungarn, den USA und der IAEO zusammen. Seit 1982 hat das Osart-Programm weltweit über 170 Missionen durchgeführt. Mühleberg wurde zuletzt im Jahr 2000 von einer Osart-Mission bewertet. 2006 erfolgte zudem eine unabhängige Sicherheitsbewertung durch die World Association of Nuclear Operators (Wano), die wie die Osart-Mission ebenfalls zu guten Ergebnissen kam.

Der Abschlussbericht der Osart-Mission wird laut BKW Ende Januar 2013 veröffentlicht.

Quelle: 
M.A. nach BKW, Medienmitteilung, 25. Oktober 2011