12.02.2018

Stilllegung und Abbau des Kernkraftwerks Unterweser genehmigt

Das Ministerium für Umwelt, Energie, Bauen und Klimaschutz in Niedersachsen hat am 5. Februar 2018 der PreussenElektra GmbH die Genehmigung zur Stilllegung und zum Abbau des Kernkraftwerks Unterweser erteilt.

Die PreussenElektra – vormals E.On Kernkraft GmbH – plant, noch im Februar 2018 mit dem Rückbau des Kernkraftwerks Unterweser (PWR, 1345 MW) zu beginnen. Unterweser ist damit die zweite Anlage der PreussenElektra, für welche die Genehmigung zum Rückbau vorliegt. Bereits im Januar 2017 hatte das Kernkraftwerk Isar-1 (BWR, 878 MW) als erstes der in 2011 abgeschalteten acht deutschen Kernkraftwerke diese Genehmigung erhalten. Damit befinden sich drei der insgesamt acht Kernkraftwerke der PreussenElektra im Rückbau: Der nukleare Rückbau des Kernkraftwerks Stade (PWR, 640 MW) ist weit vorangeschritten und soll in rund vier Jahren abgeschlossen sein. Bereits vollendet werden konnte der nukleare Rückbau des Kernkraftwerks Würgassen (BWR, 640 MW) im Jahr 2014.

PreussenElektra hatte die Stilllegung und den Abbau von Unterweser im Mai 2012 beantragt. Im Laufe des Genehmigungsverfahrens wurden insbesondere ein ausführlicher Sicherheitsbericht, eine Kurzbeschreibung sowie eine Umweltverträglichkeitsuntersuchung erstellt. Diese lagen zwei Monate zur Einsicht für die Öffentlichkeit aus. Im vier Tage dauernden anschliessenden Erörterungstermin im Februar 2016 wurden alle Einwendungen zum Vorhaben eingehend behandelt.

Rückbau erfolgt von innen nach aussen

Zuerst werden nicht mehr benötigte Systeme stillgesetzt und demontiert sowie logistische Vorbereitungen innerhalb des Kontrollbereichs getroffen, sodass unter anderem ein Reststoffbearbeitungszentrum für ausgebaute Teile im Reaktorgebäude-Ringraum eingerichtet werden kann. Ausserdem wird die Demontage der Einbauten im Reaktordruckbehälter vorbereitet. Parallel wird der Abtransport der restlichen im Nasslager befindlichen Brennelemente fortgesetzt. «Für die Rückbauarbeiten innerhalb des Kontrollbereichs veranschlagen wir circa 13 Jahre», erklärte der Kraftwerksleiter Gerd Reinstrom.

Quelle: 
M.A. nach PreussenElektra, Medienmitteilung, 6. Februar 2018