05.01.2000

Tschechische Behörde für radioaktiven Abfall nimmt Arbeit auf

Alle drei in Betrieb stehenden Endlager für radioaktiven Abfall in der Tschechischen Republik sind jetzt von der neu eingesetzten Behörde für radioaktive Endlager übernommen worden.

Das Atomgesetz von 1997 räumte für die Schaffung dieser Behörde Zeit bis Mitte 2000 ein. Die Elektrizitätsversorgungsgesellschaft CEZ und das Tochterunternehmen Arao der Nycom, welche die drei Lager bisher betrieben haben, werden dafür entschädigt. Die nötigen Mittel verschafft sich der Staat durch eine spezielle Abgabe auf den radioaktiven Abfall, den die rund 700 Erzeuger zur Endlagerung abliefern. Ein Oberflächenlager für schwachradioaktiven Abfall befindet sich beim Kernkraftwerk Dukovany. Schwach- und mittelradioaktiver Abfall wird im Minenkomplex Bratrstvi in Jachimov (Joachimstal) und in der früheren Kalkgrube Richard in der Nähe von Litomerice (Leitmeritz) beseitigt. Ferner bestehen Pläne, bis in rund 40 Jahren ein geologisches Tiefenlager für bestrahlte Brennelemente und hochradioaktive Abfälle zu bauen, für das die neue Behörde ebenfalls zuständig sein wird.

Quelle: 
P.B. nach NucNet vom 6. Januar 2000