01.10.2015

Usbekistan HEU-frei

Mit dem Entfernen des bestrahlten Flüssigbrennstoff aus dem Forschungsreaktor IIN-3M Foton des Radiation and Technological Complex in Taschkent ist Usbekistan frei von hoch angereichertem Uran (high enriched uranium, HEU). Das HEU wurde ins Ursprungsland Russland zurückgeführt.

Der Rücktransport des bestrahlten flüssigen HEU-Brennstoffs fand unter der Schirmherrschaft der Dreiparteien-Initiative zwischen der Internationalen Atomenergie-Organisation (IAEO), den USA und der Russischen Föderation statt, auch bekannt unter dem Namen Russian Research Reactor Fuel Return (RRRFR) Programme. Laut IAEO war dies das erste Mal, dass bestrahlter flüssiger HEU-Brennstoff repatriiert wurde. Im Rahmen des RRRFR-Programms wurden bisher rund 2160 kg HEU sowjetischer Herkunft aus 14 Ländern in 61 Transporten nach Russland zurückgebracht. Damit sind Usbekistan und neun weitere Länder jetzt HEU-frei.

Im April 2012 forderte die usbekische Regierung – im Einvernehmen mit dem National Nuclear Security Administration (NNSA) des amerikanischen Department of Energy (DOE) – die IAEO auf, die Entwicklung eines Stilllegungsplans für den Forschungsreaktor IIN-3M zu unterstützen. Gestützt auf diesen Plan beschloss die Regierung, den Reaktor wie auch den Radiation and Technological Complex stillzulegen und genehmigte die Strategie des sofortigen Rückbaus mit anschliessender uneingeschränkter Nutzung des Standorts. Laut IAEO folgt nun nach dem Entfernen des Brennstoffs die zweite Phase der Stilllegung, die mit finanzieller Hilfe Usbekistans und internationaler Geldgeber voraussichtlich 32 Monate in Anspruch nehmen wird.

Der Lastwagen, auf dem sich der Behälter mit dem bestrahlten flüssigen HEU-Brennstoff befindet, fährt in den Laderaum des AN-124-Frachtflugzeuges hinein.
Quelle: Sandor Tozser / IAEO
Quelle: 
M.A. nach IAEO, Medienmitteilung, 28. September 2015