19.07.2018

Usbekistan plant Kernenergieeinstieg

Die Regierung von Usbekistan hat mit dem russischen Staatskonzern Rosatom ein Abkommen zum Bau von zwei Kernkraftwerkseinheiten geschlossen.

Der Präsident von Usbekistan, Schawkat Mirsijojew, erklärte in einer Stellungnahme, sein Land plane den Bau von zwei Kernkraftwerkseinheiten mit einer Leistung von je 1200 MW. Die kommerzielle Inbetriebnahme sei Anfang 2028 vorgesehen.

Usbekistans Strombedarf ist derzeit zu rund 85% von Erdgas und Kohle abhängig. Die restlichen 15% stammen von Wasserkraftwerken. Aufgrund des Wirtschaftswachstums und des Bevölkerungszuwachses werde der Elektrizitätsverbrauch weiter ansteigen, so Mirsijojew.

Mirsijojew sagte, dass eine Gesetzgebung erlassen werden müsse, um alle Anwendungen der Kernenergie im Land zu regeln. Diese Gesetzgebung müsse den Anforderungen der Internationalen Atomenergie-Organisation (IAEO) und den grundlegenden internationalen Vorschriften in diesem Bereich entsprechen, so Mirsijojew weiter.

Der Präsident ordnete an, eine neue Organisation zu schaffen, die den Bau der geplanten Einheiten leiten und für deren Betrieb verantwortlich sein werde, wenn die Einheiten den kommerziellen Betrieb aufnehmen. Zudem soll Personal rekrutiert werden, um diese zu betreiben. Diese Fachkräfte werden in Kernkraftwerken in Russland und Weissrussland ausgebildet.

Quelle: 
M.A. nach Präsidentschaftsamt von Usbekistan, Medienmitteilung, 10. Juli 2018