Ausschliesslich im E-Bulletin
20.08.2012

VAE: Barakah-Brennstoffversorgung sichergestellt

Die Emirates Nuclear Energy Corporation (Enec) hat im Rahmen ihrer langfristigen Kernbrennstoff-Strategie sechs Unternehmen beauftragt, den Kernbrennstoff für das im Bau befindliche Kernkraftwerk Barakah in den Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) zu liefern.

Ab 2014/2015 werden insgesamt sechs Unternehmen am Enec-Programm zur langfristigen Brennstoffversorgung teilnehmen: Die kanadische Uranium One Inc. und die Rio Tinto Group mit Sitz in Grossbritannien liefern natürliches Uran, die Urenco Ltd. ebenfalls mit Sitz in Grossbritannien stellt Anreicherungsdienstleistungen bereit, die amerikanische ConverDyn – ein Unternehmen der Honeywell – bietet Konversionsdienstleistungen und die russische Techsnabexport (Tenex) sowie die französische Areva SA sind mit Urankonzentrat-Lieferungen, Umwandlung- und Anreicherungsdienstleistungen beauftragt worden.

Laut Enec wird das angereicherte Uran der Kepco Nuclear Fuels (KNF) geliefert, welche die Brennelemente für Barakah herstellen wird. Die KNF gehört zum Generalunternehmer-Konsortium, das die Korea Electric Power Corporation (Kepco) anführt.

Den Auftragswert schätzt die Enec auf insgesamt rund USD 3 Mrd. (CHF 2,9 Mrd.). Laut Enec ermöglichen die nun vertraglich festgelegten Brennstofflieferungen über einen Zeitraum von 15 Jahren die Erzeugung von bis zu 450 Mrd. kWh elektrische Energie, beginnend 2017, dem Jahr, in dem voraussichtlich Barakah-1 – als erste Einheit der VAE – Strom ans Netz liefert.

Die Enec hatte den Beschaffungswettbewerb im Juli 2011 mit dem Ziel ausgeschrieben, ihre Strategie zur Deckung des Kernbrennstoffbedarfs der ersten 15 Betriebsjahre des Kernkraftwerks Barakah umzusetzen. Die VAE planen den Bau vier fortgeschrittener Druckwasserreaktoreinheiten des südkoreanischen Typs APR1400. Das von der Kepco angeführte Konsortium begann im März 2012 mit vorbereitenden Arbeiten am Standort. Im Juli erhielt die Enec die Bewilligung sowohl der Environment Agency Abu Dhabi als auch der Federal Authority for Nuclear Regulation für den Bau der ersten beiden Einheiten in Barakah. Kurz darauf konnte die Enec das Giessen des ersten Betons für Barakah-1 und damit den offiziellen Baubeginn melden.

Quelle: 
M.A. nach Enec, Medienmitteilungen, 16. August 2012