04.12.17

Atomeinsteiger Bangladesch

Erstes Kernkraftwerk in Bau
Am 30. November 2017 ist der erste Beton für das Kernkraftwerk Rooppur in Bangladesch gegossen und der offizielle Baustart gefeiert worden. Bangladesch ist mit den Vereinigten Arabischen Emiraten und Weissrussland das dritte Land, das nach Fukushima neu in die Kernenergienutzung einsteigt.

Im Beisein von Scheich Hasina Wajed, Premierministerin Bangladeschs, und Alexej Lichatschew, CEO des russischen Staatskonzerns Rosatom, wurde der offizielle Beginn der Bauarbeiten an der Kernkraftwerkseinheit Rooppur-1 gefeiert. Die Inbetriebnahme von Block 1 ist laut Rosatom für 2023 vorgesehen. Diejenige von Block 2 ein Jahr später.

«Mit dem Giessen des ersten Betons für das Kernkraftwerk Rooppur beginnt die Verwirklichung eines Traums. Wir betreten die nukleare Welt, was unser Land mit grossem Stolz und Ehre erfüllt», sagte Scheich Hasina an der Feier. «Die Anlage wird mit Hilfe von Russland unter Verwendung der bislang modernsten Technologie gebaut. Um die Sicherheit zu gewährleisten, befolgen wir die Richtlinien der Internationalen Atomenergie-Organisation (IAEO)», ergänzte sie.

Dritter Neueinsteiger nach Fukushima
Nach den Vereinigten Arabischen Emiraten und Weissrussland ist Bangladesch somit das dritte Land, in dem derzeit die ersten Kernkraftwerke in Bau sind. Der nächste Baustart eines Neueinsteigers ist in der Türkei zu erwarten. Auch in Ägypten, Indonesien, Jordanien, Polen sowie Saudi-Arabien sind die ersten Kernkraftwerke projektiert. Aktuell sind rund 450 Kernkraftwerke in 31 Staaten in Betrieb. Fast 60 Anlagen werden gebaut und an die 140 weitere sind geplant.

Die Grafik unten liefert einen Überblick über die Kernenergiepolitik aller Staaten, die Kernkraftwerke betreiben oder bauen. Eine Übersicht über sämtliche Kernkraftwerke und Lager für radioaktive Abfälle finden Sie auf www.nuclearplanet.ch.
 
 Diese Medienmitteilung finden Sie auch im Internet: www.nuklearforum.ch.

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