18.01.19

Atomstrom: Der Elefant im Raum

Wachsende Unterstützung der CO2-armen Kernenergie
Die Stromproduktion aus Kernenergie ist erwiesenermassen sehr CO2-arm. Deshalb erachten viele Organisationen und Gremien sie als probates Mittel zur Reduktion der Treibhausgase bei der Stromproduktion. Immer mehr prominente Meinungsführer wie etwa Steven Pinker oder Bill Gates fordern den Einsatz und die Weiterentwicklung der kohlenstoffarmen Kernenergie. Diese Forderung stützen sowohl internationale Studien wie auch solche aus der Schweiz.

Die jüngste Klimakonferenz im polnischen Kattowitz hat der Diskussion über Treibhausgasemissionen neuen Schwung verliehen, der auch die Jugend mobilisiert. Insbesondere im deutschsprachigen Raum erhält dabei ein wichtiger Umstand kaum Beachtung: Die Kernenergie ist eine zentrale Technologie, wenn die Menschheit zügig und kostengünstig von fossilen Energien wegkommen will. Darauf haben bisher vor allem Fachgremien wie etwa die Internationale Energieagentur der OECD oder der Weltenergierat WEC hingewiesen. Inzwischen findet auch die EU-Kommission, dass die Kernenergie, zusammen mit den erneuerbaren Energien, «das Rückgrat einer CO2-freien europäischen Stromversorgung» bilden wird.
 
Prominente Stimmen für die Kernenergie
Immer mehr bekannte Persönlichkeiten aus unterschiedlichen Bereichen setzen sich für diese Energiequelle ein, weil sie kohlenstoffarm und umweltfreundlich ist. So zum Beispiel Steven Pinker, ein renommierter Psychologieprofessor an der Harvard University. Seine Auffassung, dass wir in Zukunft auf die Kernenergie angewiesen sein werden, hat in den Schweizer Medien Wellen geschlagen. Bereits zuvor hat der Microsoft-Mitgründer Bill Gates die Entwicklung innovativer Atomreaktoren ideell und finanziell unterstützt. In seinem Jahresrückblick 2018 weist er darauf hin, dass Wind- und Sonnenenergie auch kombiniert mit Batterien das Energieproblem der Menschheit nicht lösen werden, und ruft zu Investitionen in die Weiterentwicklung der Kerntechnik auf. Pinker und Gates kommen damit zum gleichen Schluss wie eine im letzten Herbst publizierte interdisziplinäre Studie des berühmten Massachusetts Institute of Technology (MIT).

Ähnliche Studien gibt es auch aus der Schweiz. So hat das Bundesamt für Energie (BFE) im November 2017 die jüngsten Daten der Forscher am Paul Scherrer Institut (PSI) über die Gesamtbetrachtung der CO2-Emissionen publiziert. Demnach hat die Wasserkraft die Nase vorn, dicht gefolgt von Windkraft und Kernenergie. Beide sind klar besser als die materialintensive Photovoltaik und um ein Vielfaches sauberer als Gas-Kombikraftwerke.

Kontakt: 

Matthias Rey, Media Relations
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