Nuklearforum Schweiz gründet neue Sektion: Nuklearmedizin Schweiz

Gemeinsamer Einsatz für bessere Rahmenbedingungen

Das Nuklearforum Schweiz hat die Sektion Nuklearmedizin Schweiz gegründet. Sie vereint Akteure aus Medizin, Industrie, Forschung und Verbänden. Gemeinsam wollen sie die Rahmenbedingungen für nuklearmedizinische Diagnostik und Therapie verbessern, die Versorgung mit Radionukliden stärken und den Zugang zu neuen Verfahren erleichtern.

13. Okt. 2026
Gruppenbild der Vorstandsmitglieder von Nuklearmedizin Schweiz
Der neue Sektionsvorstand: Thomas Hofstetter, Laura Jeanbart, Konrade von Bremen (Präsidentin), Nik Schaefer (Vizepräsident), Roger Schibli und Beat Bitterli. (von links)
Quelle: Nuklearforum Schweiz

Die Gründungsversammlung fand am 12. Oktober 2026 in Olten statt. Der als Verein organisierten Sektion des Nuklearforums Schweiz gehören Akteure aus Pharma, Medizin, Wissenschaft und weitere Organisationen an. Die Sektion löst die bisherige Innovationsallianz Nuklearmedizin Schweiz ab und führt deren Arbeit in einer dauerhaft verankerten Organisation weiter.

Innovationen schneller zu den Patientinnen und Patienten bringen

Die Nuklearmedizin ermöglicht es, Krankheiten wie Krebs präzise zu diagnostizieren und gezielt zu behandeln. Die Schweiz gehört in diesem Fachgebiet zur europäischen Spitze. Damit Patientinnen und Patienten auch künftig rasch von medizinischen Innovationen profitieren können, gilt es jedoch, bestehende Hürden abzubauen und die Rahmenbedingungen an die wachsenden Anforderungen der Nuklearmedizin anzupassen.

Die neue Sektion bringt Akteure entlang der gesamten nuklearmedizinischen Wertschöpfungskette zusammen – von Forschung und Produktion bis zur Anwendung. Sie setzt sich für eine zuverlässige Versorgung mit Radionukliden und Radiopharmazeutika ein und will regulatorische sowie politische Hürden für die Technologie abbauen.

Grundlage bildet unter anderem das White Paper der bisherigen Innovationsallianz. Es benennt Handlungsfelder in Forschung und Entwicklung, Regulierung und Finanzierung sowie bei Infrastruktur und Lieferketten. Die Sektion will in diesen Bereichen konkrete Verbesserungen vorantreiben.

Konrade von Bremen übernimmt das Präsidium

Zur Präsidentin wurde Dr. med. Konrade von Bremen gewählt. Die Fachärztin für Innere Medizin war viele Jahre CEO der SWAN Isotopen AG und verbindet medizinische Erfahrung mit umfassenden Kenntnissen der industriellen Seite der Nuklearmedizin national und im Europäischen Industrieverband Nuclear Medicine Europe. «Neue nuklearmedizinische Verfahren müssen die Patientinnen und Patienten erreichen. Dafür setzen wir uns gemeinsam für bessere Rahmenbedingungen ein», sagte die neue Sektionspräsidentin.

Vizepräsident ist Prof. Dr. med. Niklaus Schäfer, Chefarzt und ordentlicher Professor in der Abteilung für Nuklearmedizin und molekulare Bildgebung am Universitätsspital Lausanne (CHUV). Im Vorstand sind zudem Novartis Pharma Schweiz, Molecular Partners, die ETH Zürich beziehungsweise das Paul Scherrer Institut PSI, das Kantonsspital Baden sowie das Kernkraftwerk Gösgen vertreten.

«Die Kerntechnologie leistet auch in der Medizin einen wichtigen Beitrag. Mit der neuen Sektion geben wir diesem Bereich eine stärkere Stimme», sagt Hans-Ulrich Bigler, Präsident des Nuklearforums Schweiz. Zugleich betont er, dass die Sektion weiteren Unternehmen, Organisationen und Einzelpersonen offensteht.

Weitere Informationen:
www.sektion-nuklearmedizin.ch

(Ein Foto des Vorstands der Sektion Nuklearmedizin Schweiz in druckfähiger Auflösung finden Sie hier - Quelle: Nuklearforum Schweiz

Kontakt

Stefan Diepenbrock, Leiter Kommunikation, stefan.diepenbrock@nuklearforum.ch  
Matthias Rey, Media Relations, matthias.rey@nuklearforum.ch
 
Nuklearforum Schweiz, Frohburgstrasse 20, 4600 Olten
Tel.: +41 (0)31 560 36 50

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