«Allianz sichere Stromversorgung» setzt sich für Aufhebung des AKW-Neubauverbots ein
Die «Allianz sichere Stromversorgung» hat ihre Ziele vorgestellt. Das Bündnis aus Wirtschaft und Energiebranche setzt sich bei der kommenden Volksabstimmung für ein Ja zur Revision des Kernenergiegesetzes und damit für die Aufhebung des Neubauverbots für Kernkraftwerke ein.

Am selben Tag hat das Referendumskomitee die Unterschriften gegen die Gesetzesrevision bei der Bundeskanzlei eingereicht. Die Allianz will im Hinblick auf die Volksabstimmung aufzeigen, weshalb die Schweiz alle Möglichkeiten für eine langfristig sichere Stromversorgung offenhalten sollte.
Sie verweist auf den steigenden Strombedarf durch Elektroautos, Wärmepumpen und die Elektrifizierung der Industrie. Bereits heute müsse die Schweiz in acht von zehn Wintern Strom importieren. Mit der späteren Ausserbetriebnahme der bestehenden Kernkraftwerke falle zudem langfristig rund ein Drittel der heutigen Schweizer Stromproduktion weg.
Wasser-, Sonnen- und Windkraft müssten weiter ausgebaut werden, betont die Allianz. Gleichzeitig solle die Schweiz neue Kernkraftwerke als Ergänzung prüfen können, um genügend eigenen, CO₂-armen Strom zu produzieren. Die Aufhebung des Neubauverbots sei noch kein Bauentscheid. Über ein konkretes Projekt hätte die Bevölkerung das letzte Wort.
Zur Allianz gehören economiesuisse, das Nuklearforum Schweiz, der Schweizerische Gewerbeverband (SGV), Swissmem, Centre patronal, scienceindustries, Axpo, Alpiq, BKW und der Verband Schweizerischer Elektrizitätsunternehmen (VSE).
Weitere Informationen zur Allianz: www.strom-sichern.ch
Quelle
S.D. nach Allianz sichere Stromversorgung, Medienmitteilung vom 6. Oktober 2026