Argentinien: hochkomplexes Instrument für Strahlenlabor eingetroffen

Ein Konvoi aus acht LWK hat ein Neutronenkleinwinkel-Streuinstrument ins Laboratorio Argentino de Haces de Neutrones (LAHN) gebracht. Es stammt aus dem Berliner Forschungsreaktor (BER-II), der Ende 2019 abgeschaltet worden ist und vom Helmholtz-Zentrum Berlin gespendet wird.

17. Jan. 2024
Konvoi aus acht LKW
Aufgrund der Grösse des Neutronenkleinwinkel-Streuinstruments wurden acht Container benötigt. Diese wurden zuerst per Schiff und danach per LKW an seinen neuen Standort in Argentinien transportiert. Ein neunter Container mit bestrahlten Komponenten ist für einen Spezialtransport vorgesehen und soll im Februar 2024 ankommen.
Quelle: CNEA

Laut der argentinischen Comisión Nacional de Energía Atómica (CNEA) wurde Argentinien aus einer Reihe von Ländern ausgewählt, die sich um die Aufnahme des Neutronenkleinwinkel-Streuinstruments am Ende seines Lebenszyklus am BER-II beworben hatten. Das Instrument mit einer Länge von 33 Metern wurde zwischen 2021 und 2022 zerlegt. Jedes Teil wurde dokumentiert, damit ein LAHN-Team es im Strahlenlabor, das neben dem Mehrzweck-Forschungsreaktor RA-10 im Centro Atómico Ezeiza gebaut wird, wieder zusammengesetzt werden kann. Die Kaltmontage wird in diesem Jahr erfolgen und die Inbetriebnahme folgt, sobald der argentinische Mehrzweck-Forschungsreaktor RA-10 in Betrieb geht. Der RA-10 ist derzeit zu 80% fertiggestellt. Er wird zur Herstellung medizinischer Radioisotope verwendet.

Das Instrument dient der Analyse von Strukturen zwischen 0,5 und 400 Nanometern und ermöglicht unter anderem Studien in Materialwissenschaften, Elektrochemie, magnetischen Systemen und die Untersuchung von weicher Materie (z.B. Polymere, Makromoleküle, biologische Proben).

Karina Pierpauli, Direktorin des LAHN, bezeichnete die Ankunft des Neutronenkleinwinkel-Streuinstruments als «Meilenstein» und als Ergebnis der «wissenschaftlich-technologischen Zusammenarbeit zwischen Argentinien und Deutschland» in den letzten Jahren.

Quelle

M.A. nach CNEA, Medienmitteilung, 10. Januar 2024

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