EU-Kernenergieproduktion stieg 2024 um 4,8%

Im Jahr 2024 erzeugten die zwölf EU-Mitgliedstaaten mit ihren Kernkraftwerken insgesamt 649,5 Mrd. kWh Strom. Das entspricht gemäss den neuesten Daten des EU-Statistikamts Eurostat einer Zunahme von 4,8% gegenüber 2023. Damit verzeichnete die Kernenergie bereits das zweite Jahr in Folge einen Anstieg, nachdem die Produktion 2022 auf 609,3 Mrd. kWh zurückgegangen war.

2. Feb. 2026
EU-Flaggen im Wind
Die Kernkraftwerke in zwölf Mitgliedsstaaten deckten 2024 rund 23% der gesamten Stromerzeugung in der EU.
Quelle: Guillaume Périgois via Unsplash

Grösster Produzent von Kernenergie blieb Frankreich mit 380,5 Mrd. kWh, was 58,6% der gesamten nuklearen Stromproduktion der EU entspricht. Es folgen Spanien mit 54,5 Mrd. kWh (8,4%), Schweden mit 50,7 Mrd. kWh (7,8%) und Finnland mit 32,6 Mrd. kWh (5,0%).

Im Vergleich zu 2023 stieg die nukleare Stromerzeugung am stärksten in Frankreich (+12,5%), gefolgt von Schweden (+4,5%) und Slowenien (+4,2%). Die übrigen Länder mit Kernenergie verzeichneten im Durchschnitt einen Rückgang von 4%, mit einer Bandbreite von –0,6% in der Slowakei bis –10,3% in den Niederlanden.

Deutschland, bis 2021 der zweitgrösste Kernenergieproduzent der EU, beendete im April 2023 die kommerzielle Stromerzeugung aus Kernenergie mit der Abschaltung der letzten Kernkraftwerke.

Den höchsten Kernenergieanteil an der Stromerzeugung verzeichneten Frankreich (67,3%) und die Slowakei (61,6%). In Ungarn, Bulgarien, Belgien, Finnland und Tschechien stammten jeweils rund 40% des erzeugten Stroms aus Kernenergie.

Demgegenüber lag der Anteil der Kernenergie an der Stromproduktion in den Niederlanden bei lediglich 2,9%.

Quelle

S.D. nach NucNet, 30. Januar 2026

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