Fragwürdige Kernernergieauflagen bei EU-Beitrittskandidaten

Den Forderungen nach vorzeitiger Abschaltung von Kernkraftwerken in EU-Beitrittskandidatenländern fehlt die grundlegende Betrachtung der Umweltkonsequenzen. Die Schliessung von Kohlekraftwerken und Bestrebungen hin zu einer gesünderen Umwelt sollten mit viel höherer Priorität angegangen werden.

9. Juli 2002

Dies meinte Per-Arne Arvidsson, Mitglied des Europäischen Parlaments und des Ausschusses für Umweltfragen, Volksgesundheit und Verbraucherpolitik, anlässlich einer Konferenz in Budapest, die sich mit der Kernenergie in osteuropäischen EU-Beitrittskandidatenländern auseinandersetzte. Die Abschaltung der Kernkraftwerke in solchen Ländern sollte nicht ohne eine sehr sorgfältige Studie der regionalen ökologischen, sozialen und wirtschaftlichen Konsequenzen stattfinden. Arvidsson ist der Meinung, dass solche Entscheide häufig nur aus politischen und nicht aus technischen oder ökonomischen Gründen gefällt werden.
Der Ausschuss für Umweltfragen, Volksgesundheit und Verbraucherpolitik hat drei Hauptumweltprobleme in Europa identifiziert: Luftverschmutzung, Wasserverschmutzung und industrielle Abfälle. Die Forderung der EU an die Beitrittskandidatenländer sollte, nach Arvidsson, im Hinblick auf diese ökologischen Probleme überdacht werden.

Quelle

D.S. nach NucNet vom 10. Juli 2002

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