G8-Gipfel: konkrete Ziele für den Klimaschutz

Die wichtigsten Industrienationen der Welt wollen die Erderwärmung auf zwei Grad begrenzen. In ihrer Abschlusserklärung verständigten sich die G8-Staaten im italienischen L’Aquila darauf, den Ausstoss von Treibhausgasen bis 2050 um 80% zu reduzieren – weltweit soll er um die Hälfte zurückgehen.

14. Juli 2009
Die Industrie- und Schwellenländer verpflichteten sich in einer gemeinsamen Erklärung in L’Aquila, die Erderwärmung auf zwei Grad zu begrenzen.
Die Industrie- und Schwellenländer verpflichteten sich in einer gemeinsamen Erklärung in L’Aquila, die Erderwärmung auf zwei Grad zu begrenzen.
Quelle: Alessandro Di Meo

Mit den Beschlüssen von L’Aquila haben sich die G8-Staaten damit erstmals auf das 2-Grad-Ziel verständigt. Die Marke von 2oC für eine mittlere globale Temperaturerhöhung wird von Wissenschaftlern für wichtig gehalten, um allzu negative Folgen des Klimawandels zu vermeiden. Im Dezember 2009 will die Weltgemeinschaft in Kopenhagen über ein Nachfolgeabkommen für das Kyoto-Protokoll verhandeln.

Zur Nutzung der Kernenergie

Im Hinblick auf die Nutzung der Kernenergie schreiben die G8-Staaten in ihrer Abschlusserklärung, sie seien Zeugen, wie eine steigende Anzahl Länder Interesse an Kernenergieprogrammen bekunde, um dem Klimawandel zu begegnen und die Energieversorgung zu sichern. Diese Länder seien der Ansicht, die Kernenergie könne eine bedeutende Rolle bei der Verringerung der Treibhausgase und des fossilen Energieverbrauchs spielen. In ihrer Erklärung bekräftigten die G8-Staaten die grundlegenden Voraussetzungen für die friedliche Nutzung der Kernenergie: internationales Engagement bezüglich Safeguards/Non-Proliferation, Sicherheit und Schutz (3-S-Engagement). Sie betonten auch die Schlüsselrolle der Internationalen Atomenergie-Organisation (IAEO) bei der Förderung der strengsten Sicherheitsnormen. Die G8-Staaten riefen alle Länder, die an der Nutzung der Kernenergie interessiert sind, auf, sich der konstruktiven internationalen Zusammenarbeit zu verpflichten.

Quelle

M.A. nach G8-Gipfel, Abschlusserklärung «Responsible Leadership for a Sustainable Future», Juli 2009

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