IAEO: Sicherheit der Kernenergie im Fokus
Die Anforderungen an die Sicherheit der Kernkraftwerke müssen mit Blick auf den Reaktorunfall in Japan verstärkt werden. So kann das Risiko für künftige Unfälle signifikant reduziert werden, ist sich der Generaldirektor der Internationalen Atomenergie-Organisation (IAEO), Yukiya Amano, in seiner Eröffnungsrede zur Konferenz über die nukleare Sicherheitskonvention sicher.

Am Fifth Review Meeting der Convention on Nuclear Safety vom 4. bis 14. April 2011 in Wien nehmen Vertreter aller 73 Staaten teil, die das internationale Übereinkommen über nukleare Sicherheit (Convention of Vienna on Nuclear Safety 1994) ratifiziert haben. Ziel des Übereinkommens ist, in den Unterzeichnerstaaten ein hohes Mass an nuklearer Sicherheit zu erreichen und zu erhalten, um Mensch und Umwelt vor Strahlenschäden zu schützen und Unfälle in Kernkraftwerken mit Austritt von Radioaktivität zu vermeiden. An der alle drei Jahre stattfindenden Konferenz wird die Erfüllung des Übereinkommens in den Vertragsstaaten überprüft.
Amano betont in seiner Eröffnungsrede, dass die Konferenz eine erste Möglichkeit biete, Erfahrungen aus dem Reaktorunfall in Japan zu teilen und mögliche Konsequenzen für die Sicherheit der Kernkraftwerke zu diskutieren. Für Amano haben die Vorkommnisse in Fukushima-Daiichi enorme Auswirkungen auf die Kernenergie. «Rigorose Einhaltung der strengen internationalen Sicherheitsrichtlinien sowie volle Transparenz – in guten wie in schlechten Zeiten – sind entscheidend, um das Vertrauen der Öffentlichkeit in die Kernenergie wieder herzustellen und zu erhalten», ist sich der IAEO-Vorsitzende sicher.
Quelle
D.S. nach IAEO, Staff Report, 4. April, und NucNet, 5. April 2011