Japan und USA: gemeinsame Forschungsziele
Das amerikanische Electric Power Research Institute (EPRI) und das japanische Central Research Institute of Electric Power Industry (CRIEPI) arbeiten enger zusammen. Die Institute haben ein entsprechendes Abkommen unterzeichnet und wollen damit den Wissenstransfer bei kerntechnikrelevanten Forschungsuntersuchungen erleichtern.
Mit der für eine Dauer von drei Jahren festgelegten Zusammenarbeit wollen die Institute den sicheren und effizienten Betrieb von Kernkraftwerken weiter verbessern. EPRI-Vizepräsident Neil Wilmshurst erklärte, das CRIEPI sei mit seinen Testeinrichtungen und seinem Fachwissen ein idealer Partner für das EPRI, das sich unter anderem auf Material- und Strahlenforschung spezialisiert hat. Die beiden Partner wollen ihr Augenmerk vor allem auf neue Werkstofferkenntnisse, das Verhalten von Anlagenkomponenten sowie den Strahlenschutz richten. Beispielsweise sollen die Auswirkungen der Neutronenstrahlung auf die in Reaktoren verwendeten Werkstoffe besser verstanden werden. Das Ziel ist die Entwicklung neuer Reaktorwerkstoffe, die hoher Strahlenbelastung noch besser standhalten. Auch das Verhalten eines Reaktordruckbehälters unter höchst seltenen Umständen, wie sie beispielsweise bei Fukushima-Daiichi aufgetreten sind, soll untersucht werden. Die Institute wollen zudem die Folgen geringer Strahlendosen auf die Bevölkerung und das Werkspersonal nach einer Freisetzung besser einschätzen können. Das EPRI hält fest, dass erste Gespräche zur Zusammenarbeit bereits vor dem 11. März 2011 aufgenommen worden waren.
Quelle
M.B. nach EPRI, Pressemitteilung, 16. August 2011