Kanada: Freihandelsabkommen öffnet Türen für EU-Investoren
Der Präsident der Europäischen Kommission, José Manuel Barroso, und der kanadische Premierminister, Stephen Harper, haben eine politische Einigung über die wichtigsten Punkte eines umfassenden Wirtschafts- und Handelsabkommens (Comprehensive Economic and Trade Agreement, CETA) erzielt. Damit fallen Handelseinschränkungen auch auf dem Gebiet des Uranbergbaus weg.

Barroso bezeichnete das CETA als ein sehr ehrgeiziges und wichtiges Handelsabkommen mit weitreichenden Auswirkungen auf die Wirtschaft der EU. Es ist das erste Freihandelsabkommen zwischen der EU und einem G8-Staat. Durch das Abkommen fallen mehr als 99% der Zölle zwischen den beiden Volkswirtschaften weg, was neue Absatzmöglichkeiten für Waren und Dienstleistungen erschliesst. Insgesamt dürfte das Bruttoinlandprodukt der EU dank dem Handelsabkommen um rund EUR 12 Mrd. (CHF 10,7 Mrd.) im Jahr steigen, schreibt die Europäische Kommission in einer Medienmitteilung.
Die kanadischen Provinzen haben sich von Beginn weg an den Verhandlungen über das neue Abkommen beteiligt. Saskatchewan, wo sich alle derzeit in Betrieb stehenden Uranminen befinden, setzte sich vor allem für eine Erleichterung der Investitionen in Uranbergbau ein. Saskatchewans Premierminister Brad Wall erklärte, das Abkommen würde die Uranprojekte der Provinz für Investoren aus der EU «viel attraktiver» machen und damit für die ganze Region mehr wirtschaftliche Möglichkeiten eröffnen. Wall schätzt, dass die Provinz in den nächsten 15 Jahren mit Investitionen von bis zu CAD 2,5 Mrd. (CHF 2,1 Mrd.) führen und 1200 Arbeitsplätzen schaffen könnte.
Nächste Schritte
Auf Grundlage des Abkommens werden nun die technischen Einzelheiten für die rechtsgültige Umsetzung ausgehandelt. Anschliessend müssen beide Seiten das Abkommen unterzeichnen und ratifizieren.
Quelle
M.A. nach Europäischer Kommission, kanadischer Regierung, Medienmitteilung, und Regierung Saskatchewan, Medienmitteilungen, 18. Oktober, 2013