Kanada kann Felslabor in Schweden nutzen
Die kanadische Entsorgungsgesellschaft Nuclear Waste Management Organisation (NWMO) kann im Felslabor Äspö der schwedischen Entsorgungsgesellschaft Svensk Kärnbränslehantering AB (SKB) Forschung durchführen. Dies haben die beiden Organisationen vertraglich vereinbart.
Das Felslabor Äspö befindet sich im schwedischen Oskarshamn. Seit 1995 betreibt die SKB darin Forschung mit dem Ziel, die Eignung des Grundgesteins in der Region zur Aufnahme eines Endlagers für hochaktive Stoffe detaillierter abzuklären, als es Untersuchungen von der Oberfläche aus erlauben. Das Felslabor befindet sich fast 500 m unter dem Meeresspiegel, und ist über einen 3600 m langen Tunnel erreichbar. Nun werden auch Entsorgungsfachleute aus Kanada Forschung im Felslabor betreiben können und es wird ihnen Zugang zu Forschungsresultaten gewährt.
Im Juni 2011 erliess die SKB International – eine Tochterunternehmung der SKB – einen Aufruf und lud andere Länder zur Forschung im Felslabor ein. 2012 soll ein weiterer Stollen im Felslabor ausgehoben werden, der gemäss SKB ungestörte Forschung ermöglicht.
Quelle
D.S. nach NucNet, 29. November 2011