Kernenergie aus NEA-Sicht nachhaltig

Als nachhaltig gilt eine Entwicklung, wenn es dank ihr gelingt, die Bedürfnisse der Gegenwart zu erfüllen, ohne den künftigen Generationen die Möglichkeit zu verbauen, dereinst ihre Bedürfnisse zu decken. Als Teil eines Dreijahresprojekts der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung OECD über Nachhaltigkeit hat die Kernenergieagentur NEA der OECD jetzt einen Bericht vorgelegt, wie gut die Kernenergie die Bedingungen für eine nachhaltige Entwicklung erfüllt.

6. Dez. 2000

Die NEA kommt im Bericht zum Schluss, dass der in der Kernenergie gewählte Ansatz im Allgemeinen die Bedingungen für nachhaltige Entwicklung erfüllt: Den künftigen Generationen wird eine Reihe Aktiven weitergegeben und die Umwelt wird nur minimal belastet. Die bestehenden Kernkraftwerke sind laut NEA in den meisten Fällen wirtschaftlich auch in einem offenen Strommarkt konkurrenzfähig und die externen Kosten sind zum grossen Teil bereits internalisiert. Hingegen bleibt wegen der hohen Kapitalkosten die Konkurrenzfähigkeit neuer Kernkraftwerke für die NEA eine offene Frage. Um auch in Zukunft einen Beitrag zur nachhaltigen Entwicklung leisten zu können, müsse die Kernenergie ihre strengen Sicherheitsnormen trotz verschärfter wirtschaftlicher Konkurrenz, Anlagenalterung und Erschliessung von Märkten in neuen Ländern zu bewahren wissen. Für die Abfallentsorgung besteht gemäss NEA mit der geologischen Endlagerung eine sichere Lösung. Ihre Umsetzung werde die Konkurrenzfähigkeit nicht beeinträchtigen. Es ist wichtig, solche Lager zu bauen, um zu zeigen, dass die Ziele der nachhaltigen Entwicklung erreicht werden können. Dies auch, weil in vielen Ländern die gesellschaftliche Akzeptanz der Kernenergie zu verbessern wäre.

Quelle

P.B. nach NEA-Pressemitteilung, 7. Dezember

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