Die mit einem Siedewasserreaktor von General Electric ausgerüstete Anlage hat den kommerziellen Betrieb am 15. Dezember 1984 aufgenommen und weist heute eine Nettoleistung von 1165 MW auf. Betreiber und Kraftwerksleitung illustrierten mit vielfältigen Informationen die erfreuliche Entwicklung, die das KKL unter verschiedensten Aspekten, namentlich bezüglich der Sicherheit des Betriebs und der Akzeptanz in der Region, durchlaufen hat. Der Vertreter der Kantonsregierung überbrachte die Gratulation der Regierung und bestätigte, die Aargauer Regierung stehe hinter dem Betrieb der Kernanlagen im Kanton, weil sie von der Qualität der Betriebsorganisation überzeugt sei.
Kraftwerksleiter Mario Schönenberger unterstrich u.a. die Bedeutung der seit der Inbetriebnahme getätigten Investitionen von rund CHF 300 Mio. zur Stützung des langfristigen Betriebs sowie zur Verbesserung des Wirkungsgrades und zur Leistungserhöhung. Aufgrund der Nachrüstungen seien Zustand und Sicherheit der Anlage heute noch besser als zum Zeitpunkt der Betriebsaufnahme. Dank der gesteigerten Produktion und den stetig gesunkenen Kosten für Zins und Amortisation hätten die Gestehungskosten für KKL-Strom (vorläufiger Wert für 2004: 5,76 Rp./kWh) einen Wert erreicht, der erfolgreich mit dem Strompreis aus neuen Kraftwerken konkurrenzieren könne.
Dr. Manfred Thumann, CEO NOK Kernenergie und Geschäftsführer KKL, betonte, Sicherheitsdenken ertrage keine Toleranz. Die KKL-Leitung wiege sich nach 20 Jahren unfallfreien (nicht Störfallfreien) Betriebs nicht in Sicherheit, sondern sei auch künftig wachsam, um jede Abweichung, jede Unregelmassigkeit zu erkennen und zu eliminieren. Das sei ein Versprechenfür das Vertrauen, das dem KKL entgegen gebracht werde. Die Erwartung an die Zukunft sei, die Anlage mindestens bis 2045 sicher zu betreiben. Aber auch: Die radioaktiven Abfälle seien zu entsorgen, wozu noch viel Überzeugungsarbeit geleistet werden müsse.
Der Vorsteher des Baudepartements des Kantons Aargau, Regierungsrat Peter C. Beyeler, stellte seine Grussbotschaft unter den Titel «Wer sich nicht mit der Zukunft beschäftigt, hat keine Zukunft» - eine Aussage aus dem Leitbild der Gemeinde Leibstadt. Auch wenn er der Meinung sei, dass heute und morgen noch kein Weg an der Kernenergie vorbeiführe, so gebe es in diesem Bereich dennoch eine grosse Hausaufgabe, die zügig angegangen werden müsse: die Endlagerung hochradioaktiver Abfälle. Wie Beyeler unterstrich, dürfen wir gemäss dem
Beyeler unterstrich, dürfen wir gemäss dem Verursacherprinzip die Lösung dieses Problems nicht einfach auf spätere Generationen abschieben. «Und obwohl dieser Nachweis Sache des Bundes ist, sind wir Kantone davon ebenso betroffen». Das Referat Beyeler wird in einem der nächsten Bulletins im Wortlaut abgedruckt.

Quelle

P.H.

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