Litauen schliesst Stilllegung des Endlagers aus der Sowjetzeit ab

Die litauische Stilllegungsgesellschaft Altra hat die Stilllegung des aus der Sowjetzeit stammenden Endlagers Maišiagala abgeschlossen. Sämtliche radioaktiven Abfälle, mit Radionukliden kontaminierte Strukturen sowie belasteter Boden wurden entfernt, das Gelände dekontaminiert und saniert.

26. Mai 2026
Flagge Litauens
Litauens Energieminister Žygimantas Vaičiūnas begrüsst den Abschluss des «komplexen» Projekts zur Entsorgung radioaktiver Abfälle.
Quelle: Nuklearforum Schweiz mit KI

Altra, eine Tochtergesellschaft des Kernenergieunternehmens Ignalina Nuclear Power Plant, erklärte, Litauen habe die Anlage «gemäss höchsten internationalen Sicherheitsstandards und unter Einsatz modernster Technologien» stillgelegt.

Der Abschluss des Projekts, das nahezu ein Jahrzehnt dauerte, wurde offiziell von der staatlichen Nuklearaufsichtsbehörde Vatesi bestätigt. Diese hob die Stilllegungslizenz der Anlage auf, womit das Gelände nicht länger als Nuklearstandort eingestuft wird.

«Dies ist ein äusserst bedeutendes Projekt für Litauen – erstmals wurde ein historisches Lager für radioaktive Abfälle vollständig saniert und ihm der Status einer Nuklearanlage entzogen», sagte Energieminister Žygimantas Vaičiūnas.

Das 1963 errichtete Lager wurde von 1964 bis 1989 genutzt, um radioaktive Abfälle unterschiedlichster Herkunft aus Industrie, Gesundheitswesen, Forschung und Bildungseinrichtungen sowie von sowjetischen Militäreinheiten zu sammeln und zu lagern – nicht nur aus Litauen, sondern auch aus den Regionen Kaliningrad und Grodno.

Quelle

N.E., nach NucNet, 18. Mai 2025

Bleiben Sie auf dem Laufenden

Abonnieren Sie unseren Newsletter

Zur Newsletter-Anmeldung

Profitieren Sie als Mitglied

Werden Sie Mitglied im grössten nuklearen Netzwerk der Schweiz!

Vorteile einer Mitgliedschaft