Nettoproduktion der Schweizer Kernkraftwerke übertrifft erstmals 25 Milliarden Kilowattstunden

Im Kalenderjahr 2000 erreichten die Schweizer Kernkraftwerke Beznau-1 und -2, Mühleberg, Gösgen und Leibstadt zusammen eine Nettostromproduktion von 24,97 Milliarden Kilowattstunden und übertrafen damit die bisherige Bestmarke aus dem Jahr 1998 um rund 2,5%.

31. Jan. 2001

Zusätzlich zur Stromabgabe lieferten die Kernkraftwerke Gösgen (KKG) und Beznau (KKB) Fernwärme von umgerechnet total 83,2 Millionen Kilowattstunden. Insgesamt erreichten die letztjährigen Strom- und Fernwärmeabgaben (Nettoproduktion) der Schweizer KKW mit 25,05 Milliarden Kilowattstunden einen neuen Höchstwert.
Die Kartonfabrik Niedergösgen (Kani) bezog aus dem benachbarten KKG über die Heissdampfleitung rund 174 Mio. kWh Prozesswärme, was die Stromproduktion des Werks um 66 Mio. kWh reduzierte. Die beiden Blöcke des KKB versorgten ihrerseits das regionale Fernwärmenetz Refuna mit rund 131,8 Mio. kWh thermischer Energie. Durch diese Wärmeabgaben verringerte sich die Stromproduktion des Kernkraftwerks Beznau um 17,1 Mio. kWh. Die Nettoproduktion der Schweizer Kernkraftwerke, die Summe der erwähnten Nettostromproduktion und der Minderstromproduktion in Folge der Fernwärmeabgabe, belief sich somit auf 25,05 Mrd. kWh - gegenüber 23,62 Mrd. kWh im Vorjahr.
Die jährlichen Schwankungen in der Produktion beruhen unter anderem auf unterschiedlich langen Stillstandszeiten während der Jahresrevisionen. Zwei der fünf Kernkraftwerksblöcke produzierten im vergangenen Jahr mehr Energie als je zuvor: Das Kernkraftwerk Leibstadt (KKL) und das Kernkraftwerk Mühleberg (KKM). Unter anderem durch die Erhöhung der Nettoleistung von 1080 auf 1115 MW verzeichnete das KKL einen neuen Produktionsrekord. Zum guten Resultat trug auch die mit 24 Tagen und 17 Stunden bisher kürzeste Jahresrevision des Werks bei. Das KKM erreichte die neue Höchstmarke in seinem 28. Betriebsjahr, was die Zuverlässigkeit der Anlage unter Beweis stellt.
Die sehr hohen Produktionsergebnisse in den letzten Jahren widerspiegeln den einwandfreien Zustand des schweizerischen Kernkraftwerkparks sowie die gute Betriebsführung in den einzelnen Anlagen. Gesamthaft erreichten die Schweizer Kernkraftwerke eine durchschnittliche Arbeitsausnutzung (bezogen auf die Gesamt-Nettoleistung von 3170 MW) von 90,0%. Die Arbeitsausnutzung gibt das prozentuale Verhältnis zwischen der von der Anlage tatsächlich erzeugten Energie (Nettoproduktion) und der bei durchgehendem Volllastbetrieb theoretisch produzierbaren Energie an.
Die genauen Zahlen für 2000 sehen wie folgt aus: Leibstadt (1115 MW, BWR) produzierte im Berichtjahr netto 8'823'189 MWh (Vorjahr 8'319'987) Strom bei einer Arbeitsausnutzung von 90,2%. Gösgen (970 MW, PWR) verzeichnete eine Nettoproduktion von 7'804'245 MWh (7'533'930) und erreichte eine Arbeitsausnutzung von 92,3%. Für Beznau-1 (365 MW, PWR) lauten die entsprechenden Werte 2'538'196 MWh (2'841'266) und 79,4%, für Beznau-2 (365 MW, PWR) 3'071'026 MWh (2'217'194) und 95,8%. Mühleberg (355 MW, BWR) produzierte netto 2'817'031 MWh (2'702'818) und erreichte eine Arbeitsausnutzung von 90,1%.
Die hier angegebenen Zahlen basieren auf den im SVA-Bulletin laufend publizierten Monatsergebnissen der schweizerischen Kernkraftwerke.

Quelle

M.E./H.R.

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