Peer Review in Spanien: gute Noten für Aufsichtsbehörde
In einer Folgemission zu einem Integrated Regulatory Review Service (IRRS) anerkennt die Internationale Atomenergie-Organisation (IAEO) die Anstrengungen der spanischen Aufsichtsbehörde – des Consejo de Seguridad Nuclear (CNS) –, die 2008 gemachten IRRS-Empfehlungen und -Vorschläge umzusetzen.
Der IRRS von 2008 hatte Spaniens regulatorischen Rahmen gegenüber den Sicherheitsstandards der IAEO geprüft. Die Folgemission untersuchte die Fortschritte bei der Umsetzung der Empfehlungen und Anregungen, die 2008 gemacht worden waren, und überprüfte die seitdem erfolgten Regelwerkänderungen.
Die IRRS-Folgemission fand vom 25. Januar bis zum 1. Februar 2011 wiederum auf Einladung der spanischen Regierung statt. Das Expertenteam ist der Auffassung, dass der CNS erhebliche Fortschritte in der Verbesserung seiner regulatorischen Tätigkeiten gemacht habe. Die Mehrheit der Erkenntnisse von 2008 seien wirkungsvoll angegangen worden, befanden die Experten. Der CSN widme sich derzeit weiteren Anregungen des IRRS in Übereinstimmung mit einem Aktionsplan.
Das IRRS-Team der Folgemission bestätigte die 2008 identifizierten Stärken des CSN und empfahl folgende Massnahmen zur weiteren Stärkung der nuklearen Aufsichtsbehörde:
- Der CSN soll ein formelles Verfahren schaffen, wie technische Beratungsgremien in technisch-regulatorische Entscheide eingebunden werden k önnen.
- Der CSN soll weiterhin mit den zuständigen Stellen arbeiten, um die Entsorgung verbrauchter Brennelemente und hochaktiver Abfälle vorzubereiten, dies unter Berücksichtigung der Fortschritte bei der Standortwahl eines Endlagers.
- Der CSN soll weiterhin mit den einschlägigen zuständigen Behörden und anderen Organisationen im Bereich regulatorischer Sicherheitsaspekte zusammenarbeiten.
Quelle
M.A. nach IAEO, Medienmitteilung, 1. Februar, und CSN, Medienmitteilungen, 25. Januar und 1. Februar 2011