Risiko-Forschungszentrum in Japan eröffnet

Damit die Versorgungsunternehmen Japans die Sicherheit ihrer Kernkraftwerke auf eigene Initiative verbessern, hat das japanische Central Research Institute of Electric Power Industry (CRIEPI) ein Forschungszentrum zu Kernenergierisiken geschaffen.

8. Okt. 2014

Das vom CRIEPI eingerichtete Nuclear Risk Research Centre (NRRC) wurde am 1. Oktober 2014 offiziell eröffnet. Die meisten Forschungsaktivitäten des NRRC werden in den CRIEPI-Einrichtungen in Tokio und Chiba durchgeführt.

In Anbetracht des Reaktorunfalls in Fukushima-Daiichi von 2011 sei es wichtig, die Sicherheit der Kernkraftwerke ständig zu verbessern, erklärte das CRIEPI. Die Kernkraftwerksbetreiber müssten deshalb weiter gehen, als nur die regulatorischen Anforderungen zu erfüllen. Sie müssten sich vielmehr nachhaltig dafür einsetzen, nukleare Risiken zu reduzieren.

Um die Risiken in kerntechnischen Anlagen zu verringern, sei es «zwingend notwendig», geeignete Massnahmen gegen Naturkatastrophen – wie starke Erdbeben, Tsunamis und Wirbelstürme – sowie andere Ereignisse umzusetzen, die zwar eine niedrige Eintrittswahrscheinlichkeit, aber das Potenzial haben, erhebliche Schäden zu verursachen. Gleich wichtig sei es, Massnahmen vorzubereiten, um Schäden im Falle eines Unfalls zu mildern, so das CRIEPI.

Zu diesem Zweck sei es notwendig, das Fortschreiten und das Verhalten von Kernkraftwerksunfällen, die durch solche Ereignisse ausgelöst werden, vorhersagen zu können und Gegenmassnahmen zu erarbeiten. Da der Schwerpunkt auf Ereignissen liege, die eine niedrige Eintrittswahrscheinlichkeit haben und mit erheblichen Unsicherheiten behaftet sind, sei es notwendig, die Wirksamkeit der Massnahmen auf der Grundlage umfassender probabilistischer Risikobewertungen und anderer probabilistischer Methoden zu prüfen.

Um die internationale Zusammenarbeit im Rahmen der NRRC-Forschungsarbeiten zu stärken, hat das CRIEPI anerkannte Kernenergiesicherheits-Fachleute mit ausgewiesener Führungserfahrung eingeladen, dem NRRC zu dienen. So wird der ehemalige Commissioner der amerikanischen Nuclear Regulatory Commission (NRC) und emeritierte Professor des Massachusetts Institute of Technology (MIT), George Apostolakis, das NRRC leiten.

Das CRIEPI, eine Non-Profit-Organisation, finanzieren vornehmlich die elf japanischen Energieversorgungsunternehmen. Es betreibt Forschung in den Bereichen Nukleartechnologie, stabile Stromversorgung und Umwelttechnik.

Quelle

M.A. nach CRIEPI, Medienmitteilung, 1. Oktober 2014

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