In den nächsten drei Wochen wird das Inbetriebnahmeteam die Funktionstüchtigkeit des Eisbrechers Sibir überprüfen. Dabei werden laut der russischen Schiffswerft Baltiski Sawod die allgemeine Leistung sowie die elektrischen Antriebssysteme des Eisbrechers überprüft. Die Navigations- und Kommunikationssysteme werden ebenfalls Tests unterzogen.

Die Sibir war am 22. September 2017 vom Stapel gelassen worden. Die Baltiski Sawod kündigte an, den Eisbrecher noch in diesem Jahr an ihren zukünftigen Betreiber Atomflot zu übergeben.

LK-60-Eisbrecher

Die Sibir ist – wie ihre Schwesterschiffe Arktika, Jakutija und Ural – ein nuklearer Eisbrecher der LK-60-Klasse. Diese werden von zwei RITM-200-Druckwasserreaktoren mit einer thermischen Leistung von je 170 MW angetrieben. Der RITM-200 verfügt über einen sogenannten integrierten Reaktordruckbehälter, in dem sowohl der Reaktorkern wie die Dampferzeuger untergebracht sind. Jeder Reaktor hat eine thermische Leistung von 175 MW, ist für eine Lebensdauer von 40 Jahren ausgelegt und mit vier kompakten integrierten Dampferzeugern sowie vier externen Umwälzpumpen ausgerüstet. Die Anreicherung des Brennstoffs liegt unter 20%. Ein Schiff kann damit mehrere Jahre fahren, ohne Brennstoff nachladen zu müssen. Dank füll- und leerbarer Wassertanks können die Eisbrecher der KL-60-Klasse sowohl im offenen Meer bis zu 3 m dickes Eis durchbrechen als auch in seichteren Gewässern wie Flüssen eingesetzt werden.

Quelle

M.A. nach Baltiski Sawod, Medienmitteilung, 16. November 2021

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