Schweiz an der 70. IAEA General Conference: Starke Industriepräsenz und internationaler Austausch

Vom 14. bis 18. September 2026 hat in Wien die 70. General Conference der Internationalen Atomenergie-Organisation (IAEA) stattgefunden. Die Schweiz war mit einer starken Delegation vertreten. Der vom Nuklearforum Schweiz koordinierte Industrieauftritt umfasste mehr als 40 Vertreterinnen und Vertreter aus Unternehmen und Organisationen.

25. Sep. 2026
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Bundesrat Albert Rösti eröffnet den Schweizer Stand an der IAEA General Conference 2026
Quelle: UVEK

Unter dem Motto «Swiss Nuclear Expertise – Safe, Innovative, Connected» präsentierte die Schweizer Nuklearindustrie ihre Kompetenzen und nutzte die Konferenz für den Austausch mit internationalen Delegationen, Behörden und Industriepartnern. Der Gemeinschaftsstand im Vienna International Centre bildete dabei die zentrale Plattform für Begegnungen, bilaterale Gespräche und die Präsentation Schweizer Technologien.

Schweizer Industrie mit starker Präsenz

Die Schweizer Industriedelegation war 2026 nochmals breiter aufgestellt als im Vorjahr. Vertreten waren Kompetenzen aus Betrieb, Engineering und Sicherheit ebenso wie aus Digitalisierung, Strahlenschutz, Rückbau, Entsorgung und geologischer Tiefenlagerung.

Am Gemeinschaftsstand wurden zudem zwei konkrete Technologien präsentiert: Eqe stellte den Advanced Shape Memory Alloy Drive (ASMAD) vor, während mb-microtec Einblick in ihre Kompetenz im Umgang mit Tritium und dessen Anwendung in selbstleuchtenden Technologien gab.

Der Schweizer Stand wurde von Bundesrat Albert Rösti, Botschafter Matteo Fachinotti und Hans-Ulrich Bigler, Präsident des Nuklearforums Schweiz, offiziell eröffnet. Bigler betonte in seiner Ansprache die Bedeutung einer starken Schweizer Nuklearindustrie und ihrer internationalen Vernetzung.

Fachlicher Austausch an zwei Side Events

Auch inhaltlich setzte die Schweizer Delegation Akzente. Zwei Side Events boten Gelegenheit, konkrete Erfahrungen und Lösungsansätze aus der Schweiz einem internationalen Publikum vorzustellen.

Axpo Power AG zeigte anhand von Praxisbeispielen, wie der Langzeitbetrieb von Schweizer Nuklearanlagen erfolgreich gemanagt werden kann. Safetec Swiss GmbH widmete sich der Frage, wie automatisierte Messtechnik, digitale Zwillinge und künstliche Intelligenz für Betrieb und Rückbau miteinander verbunden werden können.

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Axpo teilte internationale Erfahrungen aus dem Betrieb bestehender Kernkraftwerke sowie aktuelle Entwicklungen bei Innovation und Neubauprojekten
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Safetec zeigte am Side Event, wie automatisierte Messtechnik, digitale Zwillinge und KI für Betrieb und Rückbau zusammenspielen

Sichtbarkeit und Vernetzung gestärkt

Neben Standpräsenz und Side Events standen zahlreiche Gespräche mit internationalen Partnern im Mittelpunkt. Der Schweizer Gemeinschaftsstand war während der Konferenz gut besucht und entwickelte sich erneut zu einem wichtigen Treffpunkt für Fachleute, Delegationen und Unternehmen.

Damit knüpfte die Schweiz an den erfolgreichen Industrieauftritt von 2025 an und baute ihre internationale Präsenz weiter aus. Bereits im Vorjahr hatte der gemeinsame Stand wesentlich zur Sichtbarkeit und Vernetzung der Schweizer Nuklearbranche beigetragen.

Quelle

M.S.

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