Schweizer Kernkraftwerke lieferten 2003 total 26 Milliarden Kilowattstunden Strom

Im vergangenen Jahr haben die Schweizer Kernkraftwerke - Beznau, Mühleberg, Gösgen und Leibstadt - erneut ihre Zuverlässigkeit bewiesen und einen beachtlichen Anteil an den sicheren und sauberen Schweizer Strommix aus Wasserkraft und Kernenergie beigetragen: Mit fast 26 Milliarden Kilowattstunden (Mrd. kWh) Strom wurde die Höchstproduktion des Vorjahres nochmals um rund ein Prozent übertroffen.

31. Jan. 2004

Für die Schweizer Stromproduktion sind die Kernkraftwerke aus dem Netz kaum wegzudenken. Zuverlässig über das ganze Jahr, jeweils unterbrochen durch geplante Abschaltungen für Unterhaltsarbeiten sowie kurze andere Abschaltungen, tragen sie rund 40% zur Schweizer Stromproduktion bei. Dies war auch im vergangenen Jahr 2003 nicht anders. Trotz des heissen Sommers, der die Werke zeitweise zu einer leichten Reduktion ihrer Leistung zwang, wurde die produzierte Strommenge erneut gesteigert und zwar auf eine Netto-Stromproduktion von 25,94 Mrd. kWh, was gegenüber der Rekordproduktion des Vorjahres eine Steigerung um 0,25 Mrd. kWh oder rund ein Prozent ausmacht.
Damit wurde der stetige Anstieg weitergeführt, der sich durch verbesserte Abläufe in den Werken, kürzere Revisionszeiten, aber auch durch Leistungssteigerungen seit der Inbetriebnahme des neuesten Schweizer Kernkraftwerks Leibstadt im Jahr 1984 mit einzelnen Unterbrüchen kontinuierlich gezeigt hat. Das Berichtsjahr zeigt neben der Gesamt-Höchstproduktion auch für die Anlagen Beznau (beide Blöcke zusammen), Gösgen und Leibstadt je eine Rekordproduktion.
Auch für die Zukunft setzen die Betreiber der Werke alles daran, die erreichte Strommenge möglichst lange ins Schweizer Netz abgeben zu können: Nachdem durch die Ablehnung der Antiatom-Initiativen vom 18. Mai 2003 der weitere Betrieb der Schweizer Kernkraftwerke gesichert ist, werden auch die teils notwendigen, teils wünschenswerten Verbesserungen und Modernisierungen der Anlagen in Angriff genommen. Das Kernkraftwerk Gösgen beispielsweise hat das Gesuch für den Bau eines neuen Nasslagers für abgebrannte Brennelemente eingereicht, weiter sollen dort unter anderem wirkungsgradverbessernde Massnahmen an den Turbinen vorgenommen und die Kühlturmeinbauten ersetzt werden.
Im Einzelnen sehen die Netto-Produktionszahlen der Werke für das Jahr 2003 wie folgt aus: Beznau-1 (365 MW, PWR) produzierte 3'061761 Me-gawattstunden (MWh) Strom (Vorjahr: 2'908'780 MWh) bei einer Arbeitsausnutzung von 95,93% (Vorjahr: 91,15%), Beznau-2 (365 MW, PWR) erzeugte 2'920'287 MWh (3'012'010 MWh), Arbeitsausnutzung 91,41% (94,27%). Die Produktion von Mühleberg (355 MW, BWR) lag bei 2'744'237 MWh (2'828'213 MWh), die Arbeitsausnutzung lag bei 88,2% (90,7%). Das Kernkraftwerk Gösgen (970 MW, PWR) verzeichnete eine Nettoproduktion von 7'988'680 MWh (7'853'300 MWh) und erreichte eine Arbeitsausnutzung von 94,49% (93,07%). Leibstadt (1165 MW, BWR) produzierte netto 9'309'340 MWh (9'173'826 MWh) Strom bei einer Arbeitsausnutzung von 91,49% (91,66%). Die gesamte Netto-Stromabgabe aller Schweizer Werke belief sich auf 25'942'605 MWh (25'696'893 MWh), die Arbeitsausnutzung des Parks betrug 92,26% (91,95%). Zusätzlich zur Stromabgabe lieferten die Kernkraftwerke Gösgen und Beznau Fernwärme entsprechend einer Strom-Minderproduktion von 81,7 Mio. kWh.

Quelle

H.R.

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