SCK-CEN: Zugang zum chinesischen Halbleitermarkt

Das belgische Centre d'étude de l'énergie nucléaire (SCK-CEN) hat anlässlich des Delegationsbesuchs von Prinz Philippe in China mit der Tianjin Huan-Ou Semiconductor Material & Technology einen Vertrag zur Bestrahlung von Silizium unterzeichnet.

3. Nov. 2011

Der Vertrag zum Dotieren von Silizium zwischen dem SCK-CEN und dem chinesischen Halbleiterfabrikanten Tianjin Huan-Ou Semiconductor Material & Technology hat eine Dauer von drei Jahren.

Dotiertes Silizium ist hochreines Silizium mit einem minimalen Zusatz eines verwandten chemischen Elements. Durch Bestrahlen wird dotiertes Silizium zum idealen Halbleiter für Windturbinen, Sonnenenergieapplikationen, hybride Fahrzeuge oder Hochgeschwindigkeitslokomotiven. Diese Anwendungen erfordere eine sehr homogene Menge an dotiertem Silizium, was nur durch Bestrahlen in einem Forschungsreaktor wie dem BR2 erreicht werde, schreibt das SCK-CEN in einer Mitteilung. Sie hat nach eigenen Angaben bereits in eine Verdoppelung der Bestrahlungskapazität des BR2 investiert, denn sie rechnet mit einer steigenden Nachfrage nach dotiertem Silizium.

Neben der Unterzeichnung des ersten Vertrags mit der Tianjin Huan-Ou Semiconductor Material & Technology gebe es auch noch Gespräche mit anderen chinesischen Unternehmen, so das SCK-CEN. Zudem hätten bestehende Kunden aus Japan angekündigt, ihre Bestrahlungsaufträge in den nächsten Jahren steigern zu wollen. Derzeit liefere das SCK-CEN 20% der Weltproduktion und die Tendenz sei steigend.

Quelle

M.A. nach SCK-CEN, Medienmitteilung, 24. Oktober 2011

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