Serbien: Bau eines Nukleartechnologiezentrums geplant

Die Regierung der Republik Serbien und Rosatom haben ein allgemeines Rahmenabkommen über den Bau eines Zentrums für Nuklearwissenschaft und -technologie sowie ein Abkommen über die Gründung eines Joint Ventures zur Umsetzung des Projekts in Serbien unterzeichnet.

15. Dez. 2021
Evgeny Pakermanov und Nenad Popović schließen den Vertrag ab
Evgeny Pakermanov und Nenad Popović schließen den Vertrag ab
Quelle: Rosatom

Das Rahmenabkommen wurden vom Nenad Popović, dem serbischen Minister für Innovation und technologische Entwicklung und Serbiens und Evgeny Pakermanov, Präsident von Rusatom Overseas unterzeichnet. Im Rahmen der Vereinbarungen wird in Serbien innerhalb der nächsten drei Jahre ein Zentrum für Nuklearmedizin mit Produktionsanlagen für Radiopharmazeutika errichtet.

«Wir freuen uns sehr, dass wir gemeinsam mit unseren serbischen Partnern die konkreten Schritte und einen vorläufigen Zeitplan für die Umsetzung dieses Projekts festgelegt haben, bei dem innovative russische Nukleartechnologien zum Einsatz kommen. Der radiopharmazeutische Komplex und das nuklearmedizinische Zentrum werden den serbischen Bürgern medizinische Hightech-Lösungen für die Behandlung vor allem onkologischer Erkrankungen bieten», erklärte Alexey Likhachev, Generaldirektor von Rosatom.

«Dies ist ein historischer Tag in den Beziehungen zwischen Serbien und Russland», sagte Nenad Popović Die Vereinbarung werde Serbien wieder auf die Landkarte der europäischen Länder bringen, die über eine Basis für wissenschaftliche Forschung im Bereich der Kerntechnik verfügen. Dies werde Serbien helfen, die Herausforderungen in den Bereichen Gesundheit, Wissenschaft und Forschung zu bewältigen. «Wir erhalten bereits Anfragen von unseren Nachbarländern, die die Kapazitäten des Zentrums und unserer Wissenschaftler nutzen möchten. Die Unterzeichnung dieser Abkommen eröffnet neue Perspektiven für die Entwicklung der Beziehungen zwischen Serbien und Russland im Bereich der Kerntechnik», so Popović.

Das künftige Zentrum wird durch den Einsatz von Spitzentechnologien einen wichtigen Beitrag zur Entwicklung Serbiens leisten. Dazu zählt die Herstellung von Radioisotopen für medizinische und industrielle Zwecke sowievon dotiertem Silizium für verschiedene Industriezweige und Prüfung der Materialzusammensetzung von Erzen, Mineralien und Umweltproben. «Im Rahmen unseres Joint Ventures werden wir gemeinsam mit unseren serbischen Partnern in der ersten Ausbaustufe eine moderne radiopharmazeutische Produktionsanlage für die Diagnose und Behandlung verschiedener Krankheiten errichten. Dies wird einen bedeutenden Beitrag zur Entwicklung der modernen Nuklearmedizin in Serbien und in der gesamten Region leisten. Wir planen, bereits im Jahr 2022 mit der praktischen Umsetzung dieses Projekts zu beginnen», erklärte Pakermanov.

Quelle

A.D. nach Rosatom, Medienmitteilung, 9. Dezember 2021

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