Slowenien konkretisiert Planung und Finanzierung für JEK2 

Slowenien hat den formellen Prozess zur Vorbereitung eines Nationalen Raumordnungsplans (National Spatial Plan, NSP) für einen möglichen zweiten Kernkraftwerksblock JEK2 am Standort Krško gestartet. Über den Bau soll die Bevölkerung Ende 2027 oder Anfang 2028 in einem konsultativen Referendum abstimmen. 

26. Feb. 2026
Zweiter Blocks JEK2
Darstellung des geplanten zweiten Blocks JEK2 (rechts im Bild) am Standort Krško. Neben dem eingeleiteten Raumordnungsverfahren liegt ein Bericht zum Finanzierungsmodell vor, der eine überwiegend staatliche Beteiligung vorsieht.
Quelle: Gen Energija

Der endgültige Investitionsentscheid für das Neubauprojekt Jedrska Elektrarna Krško-2 (JEK2) soll bis Ende 2028 getroffen werden. Zuvor müssen ein Lieferant für die Reaktortechnik ausgewählt, ein Finanzierungsmodell festgelegt und ein Nationaler Raumordnungsplan (NSP) verabschiedet werden. Die Unterlagen zur Einleitung des Raumordnungsplan-Verfahrens lagen vom 1. Juli bis 30. Oktober 2025 öffentlich auf.

Am 17. Februar 2026 beschloss die slowenische Regierung, die Ausarbeitung des NSP zu starten. Der NSP legt Standort, Umfang und räumliche Einbindung von JEK2 fest und umfasst die erforderlichen Umwelt- und Infrastrukturprüfungen. Laut Premierminister Robert Golob soll die Bevölkerung voraussichtlich Ende 2027 oder Anfang 2028 in einem konsultativen Referendum über den Bau von JEK2 abstimmen, sobald die massgeblichen Entscheidungsgrundlagen vorliegen. Der Bau soll 2032 beginnen und 2039 abgeschlossen werden; die Inbetriebnahme ist für 2040 vorgesehen.

Zudem behandelte die Regierung einen Bericht des Finanzministeriums zum Finanzierungsmodell für JEK2. Premierminister Robert Golob betonte, dass erfahrungsgemäss rund die Hälfte des späteren Strompreises von den Finanzierungskosten abhänge. Der Bericht sieht die Gründung einer Zweckgesellschaft (SPV) vor, die Planung, Bau, Finanzierung und Betrieb übernehmen soll. Als Leitmodell wird eine überwiegend staatliche Finanzierung beschrieben: Der Staat nimmt Mittel am Kapitalmarkt auf und stellt sie der SPV als Darlehen zur Verfügung; ergänzend ist ein bilateraler Differenzvertrag (CfD) zur Stabilisierung der Einnahmen vorgesehen. Laut Bericht ist Slowenien aufgrund seiner wirtschaftlichen und fiskalischen Lage grundsätzlich in der Lage, das Projekt selbst zu finanzieren.

Quelle

B.G. nach NucNet, 18. Februar 2026 und slowenische Regierung, Medienmitteilung, 17. Februar 2026 

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