Standortsuche Tiefenlager: Nagra muss weitere Unterlagen einreichen

Seit Anfang 2015 prüft das Eidgenössische Nuklearsicherheitsinspektorat (Ensi) die technischen Berichte und Analysen, mit denen die Nagra ihren Vorschlag, Zürich Nordost und Jura Ost als potenzielle Standortgebiete für geologische Tiefenlager in der Etappe 3 der Standortsuche weiterzuverfolgen, begründet. Das Ensi verlangt nun von der Nagra zusätzliche Unterlagen, wodurch im Zeitplan Verzögerungen eintreten.

10. Sep. 2015

Das Ensi hat bei der Prüfung des Nagra-Vorschlags festgestellt, dass zur abschliessenden Beurteilung des Indikators «Tiefenlage im Hinblick auf bautechnische Machbarkeit» zusätzliche technisch-wissenschaftliche Unterlagen nötig sind. Die Nagra müsse deshalb entsprechende Dokumente nachliefern. Das Bundesamt für Energie (BFE) hält in einer Medienmitteilung fest, «dass Nachforderungen von Datengrundlagen in derart komplexen wissenschaftlich-technischen Prüfprozessen nichts Aussergewöhnliches» seien.

Obwohl das Ensi die Prüfung der bereits vorliegenden Unterlagen weiterführe, komme es im Zeitplan zur Standortsuche für geologische Tiefenlager zu einer Verzögerung um sechs bis zwölf Monate, so das BFE weiter.

Quelle

M.A. nach BFE, Medienmitteilung, 9. September 2015

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