Südafrikanisches Kabinett genehmigt Safari-1-Ersatz

Das südafrikanische Kabinett hat an seiner virtuellen Sitzung vom 14. September 2021 den Bau eines Mehrzweckreaktors genehmigt, der den Forschungsreaktor Safari-1 im Kernforschungszentrum Pelindaba westlich von Pretoria ersetzen soll.

8. Okt. 2021
Das Kernforschungszentrum Pelindaba liegt rund 33 Kilometer westlich von Pretoria. Hier soll ein neuer Mehrzweckreaktor gebaut werden.
Das Kernforschungszentrum Pelindaba liegt rund 33 Kilometer westlich von Pretoria. Hier soll ein neuer Mehrzweckreaktor gebaut werden.
Quelle: Nesca / Facebook

Der 20-MW-Forschungsreaktor Safari-1 ist seit 1965 in Betrieb und soll 2030 ausser Betrieb gehen. Er ist einer der weltweit führenden Hersteller medizinischer Radioisotope wie Molybdän-99 und Lutetium-177. Die Radioisotope werden zur Behandlung von Millionen von Patienten jährlich eingesetzt, so das Kabinett. Safari-1 unterstütze zudem die wissenschaftliche Forschung, Entwicklung und Innovation in den Bereichen Medizin, Landwirtschaft, Paläontologie und Biowissenschaften. «Der Ersatz des Reaktors wird sicherstellen, dass Südafrika eines der führenden Länder in diesen Bereichen bleibt und von den neuen Technologien in diesem Umfeld profitieren kann», heisst es in einer Erklärung des Kabinetts.

Die Betreiberin von Safari-1 – die staatliche South African Nuclear Energy Corporation (Necsa) – erklärte, die Genehmigung des Kabinetts ermögliche die erforderliche Vorlaufzeit, um sicherzustellen, dass die Radioisotopenproduktion nicht unterbrochen werde. Loyiso Tyabashe, CEO der Nesca, sagte in einem Podcast, der eigentliche Bau des neuen Reaktors werde nur rund fünf Jahre dauern. Aber für die vorgängige Erfüllung aller regulatorischen Auflagen und die Einholung der nötigen Bewilligungen rechne man ebenfalls mit fünf Jahren.

Der Bau des neuen Forschungsreaktors wird laut Nesca rund 5000 direkte und 26ʼ000 indirekte Arbeitsplätze schaffen. Während seiner betrieblichen Lebensdauer werden 750 Vollzeitstellen und zusätzliche 3800 indirekte Arbeitsplätze für den Betrieb und zur Betreuung der Forschungsmandate entstehen.

Quelle

M.A. nach südafrikanischer Regierung, Kabinettserklärung, 20. September 2021, Nesca, Medienmitteilung, 27. September 2021, und Podcast SAfm Sunrise, 29. September 2021

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